International Executive Panel 2005 Die Ergebnisse

Unter deutschen Managern dominieren Kostensenker. Angelsachsen und Franzosen sind kreativer. Das sind zentrale Ergebnisse einer Studie des Personalberaters Egon Zehnder International. manager-magazin.de präsentiert die wichtigsten Ergebnisse.
Von Christian Buchholz

Management - die nationalen Stärken

In allen vier befragten Nationen werden die Managementfähigkeiten im eigenen Land ähnlich bewertet. Auffällig ist aber, dass in Deutschland deutlich mehr Wert auf das Unternehmenswachstums gelegt wird als auf die Fähigkeit, ein Team zu leiten.

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Corp. Culture I - Deutschland hinten

Corporate Culture I - Deutschland hinten

Die US-Manager zeigen das stärkste Selbstbewusstsein. Bei fünf von sechs Faktoren geben sie sich die mit Abstand besten Noten im Nationenvergleich. Franzosen und Deutsche sehen in ihren Ländern deutlich geringeres Wachstumspotenzial, wobei die deutschen Manager ihre Heimat insgesamt am kritischsten bewerten. Die britischen Führungskräfte betrachten die interkulturelle Offenheit ihres Landes als größte Stärke.

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Corp. Culture II - Plus für Infrastrukur

Corporate Culture II - Plus für Infrastruktur

Abgesehen von den Briten loben alle befragten Nationen ihre Infrastruktur und das Potenzial der Arbeitnehmer. Die Franzosen stechen mit guten Noten für ihr Bildungssystem hervor. Die deutschen Manager bewerten das Wechselspiel von Politik und Wirtschaft am schlechtesten.

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Der gute Klang von "Made in Germany"

Der gute Klang von "Made in Germany"

Die Bewertung Deutschlands als Wirtschaftsstandort fällt in allen befragten Nationen ähnlich aus. Deutsche Produkte und Arbeitnehmer haben nach wie vor einen hervorragenden Ruf; der Standort selbst gilt aber nur noch eingeschränkt als attraktiv für Investitionen. Einen negativen Ausreißer gibt es beim Bildungssystem, das von den deutschen Führungskräften deutlich schlechter eingeschätzt wird als von ihren ausländischen Kollegen.

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Der Missklang "deutscher Bürokratie"

Der Missklang von "Deutsche Bürokratie"

Zu hohe Lohn- und Kostenniveaus, das schleppende Reformtempo und hemmende Gesetze, das sind die Hauptnachteile Deutschlands im Vergleich zu den anderen Ländern. Die schlechtesten Noten erhält der Standort D von britischen Managern. Mehrheitlich keine Zustimmung bei allen Nationen findet dagegen die Aussage, dass wir Deutsche den sprichwörtlichen Fleiß verloren hätten. Für die deutschen Führungskräfte ist zudem die Eliteförderung hier zu Lande ein schwieriges Thema.

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Vorteil Deutschland - zentrale Lage

Vorteil Deutschland - die zentrale Lage

Deutsche Manager zeigen der heimischen politischen Kaste die rote Karte. Der Reformwille im eigenen Land wird als äußerst schwach eingestuft. Die zentrale geografische Lage Deutschlands, seine Logistik und Infrastruktur werden dagegen von den heimischen Führungskräften als klare Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Ländern gesehen.

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Deutschland vs. Frankreich

Standort Deutschland vs. Frankreich

Schlechte Noten vergeben französische Führungskräfte vor allem für Deutschlands lahmende Binnennachfrage und das Bildungssystem. Bei allen übrigen Standortfaktoren bewerten sie beide Länder ganz überwiegend als gleich auf.

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Deutschland vs. Großbritannien

Standort Deutschland vs. Großbritannien

Die britischen Führungskräfte mögen die Deutschen zwar nicht, sehen aber mehrheitlich Deutschland vorn bei Logistik und Infrastruktur und geben teils noch gute Noten für das Bildungssystem und für die geografische Lage. Viel negativer im Vergleich zu Großbritannien bewerten sie den deutschen Reformwillen und teilweise auch das Potenzial der Topmanager.

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Deutschland vs. USA

Standort Deutschland vs. USA

Die US-Topmanager bewerten Deutschland bei Logistik und Infrastruktur, im Bildungssystem und bei der geografischen Lage noch am besten; sie billigen dem Standort insgesamt aber weniger Pluspunkte zu als Franzosen und Briten. Aus Sicht der Amerikaner ist klar: Bei allen übrigen Standortfaktoren schneiden die USA im Vergleich zu Deutschland deutlich besser ab.

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