"Zukäufe prüfen" GE Money will zur Vollbank werden

Die General-Electric-Tochter GE Money will ihr Deutschlandgeschäft deutlich ausweiten und zur Vollbank werden. Im deutschen Finanzmarkt sei "noch viel Raum für Newcomer", sagte der Chef im Interview.

Hamburg - Die auf Konsumfinanzierung spezialisierte Tochter des US-Mischkonzerns General Electric (GE)  baut ihr Deutschlandgeschäft zu einer Vollbank aus. "Wir sehen uns als Universalbank", sagte Robert Law, Chef des seit Mai 2004 als GE Money Bank firmierenden Instituts der "Financial Times Deutschland".

Bis 2007 will er die Kundenzahl von derzeit 550.000 auf eine Million verdoppeln. Weitere Übernahmen schließt der Brite nicht aus: "Wir werden einen Zukauf prüfen, wenn sich eine sinnvolle Gelegenheit bietet", sagte Law. Er suche nach einer Bank, die entweder die Produktpalette erweitert oder Größenvorteile bringt.

Vor einem halben Jahr hatte sich Law bereits ähnlich geäußert und einen Einstieg in das Retailgeschäft der Sparkassen als eine willkommene Ergänzung für die deutsche Tochter des US-Mischkonzerns General Electric bezeichnet. "Sobald dies möglich ist, werden wir auch hier Zukäufe prüfen", sagte Law damals. Im deutschen Finanzmarkt sei "noch viel Raum für Newcomer."

GE Money hat im vergangenen Jahr die Integration der früheren Service Bank (ehemals Metro), WKV Bank (früher Baden-Württembergische Bank) und der von der Bankgesellschaft Berlin erworbenen Allbank abgeschlossen. Die bundesweit 100 Filialen firmieren unter dem Logo der GE Money Bank, unter dem das globale Geschäft mit Konsumentenkredit von General Electric ausgebaut werden soll.

Weltweit kommt die Sparte GE Consumer Finance in 39 Ländern auf eine Bilanzsumme von 110 Milliarden Dollar und 103 Millionen Kundenbeziehungen. Die deutsche Tochter hatte 2003 eine Bilanzsumme von 3,4 Milliarden Euro und 500.000 Kunden.

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