MetLife übernimmt Citigroup verkauft Versicherungen für 12 Milliarden Dollar

Kurz bevor die Eröffnungsglocke an der Wall Street anschlug, gab der Finanzkonzern MetLife den nächsten Mega-Merger bekannt: Der Konzern kauft für 11,5 Milliarden Dollar eine Citigroup-Sparte - und kürt sich zum größten US-Lebensversicherer.

New York - MetLife  gab den Kauf der Citigroup-Tochter Travelers Life & Annuity vor Börsenauftakt in New York bekannt. Die Übernahme werde voraussichtlich im Verlauf des Sommers abgeschlossen, hieß es. Die Vorstände von MetLife und Citigroup  hätten die Transaktion bereits gebilligt, die noch von der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden abhängig sei.

MetLife plant, den Großteil der Kaufsumme in bar zu begleichen. Lediglich für eine bis drei Milliarden Dollar soll die Citigroup Aktien erhalten. Zur Finanzierung werde MetLife Anleihen oder Wandelanleihen ausgeben oder - je nach Marktbedingungen - Beteiligungen verkaufen.

Strategisches Hin und Zurück

Im Jahr 2004 hatte Travelers bei Einnahmen von 5,2 Milliarden Dollar einen Nettogewinn von 901 Millionen Dollar erwirtschaftet. MetLife übernimmt das gesamte US- und internationale Geschäft mit Ausnahme der mexikanischen Lebensversicherungssparte. Mit der Citigroup sei vereinbart, dass diese sich über zehn Jahre am Vertrieb von Travelers-Versicherungen beteilige. Die Akquisition hilft MetLife dabei, seine Geschäftsfelder Rentenversicherungen und Sparkonten um fast 60 Prozent zu vergrößern.

Für Citigroup ist der Verkauf eine strategische Wende. Die Citibank hatte sich erst 1998 mit Travelers zur Citigroup zusammengeschlossen, um zum Allfinanz-Konzern zu werden. Seither hat sich Citigroup aber bereits wieder von der Sachversicherungssparte Travelers Property Casualty getrennt. Citigroup-Chef Charles O. Prince hat inzwischen auch mehrere andere Sparten des weltgrößten Finanzdienstleisters verkauft, die aus seiner Sicht nicht mehr zum Kerngeschäft gehören.