Gemeinsamer Geländewagen Mitsubishi kooperiert mit Peugeot

Mitsubishi und Peugeot wollen einen gemeinsamen Geländewagen bauen und werden einem Medienbericht zufolge noch in dieser Woche einen Kooperationsvertrag unterzeichnen. Die Episode DaimlerChrysler gerät damit immer mehr ins Vergessen.

Tokio/Paris - Der angeschlagene japanische Autobauer Mitsubishi Motors (MMC) steht nach einer neuerlichen Kapitalspritze unmittelbar vor Abschluss einer Allianz mit Peugeot-Citroen (PSA). PSA-Chef Jean Martin Folz werde noch diese Woche in Japan ein Abkommen über den gemeinsamen Bau eines sportlichen Geländewagens unterschrieben werden, berichtet das "Handelsblatt".

Über Kooperationen bei weiteren Modellen wurde zunächst nichts bekannt. Derzeit baut Mitsubishi sein Volumenmodell Colt zusammen mit der DaimlerChrysler-Marke Smart, die ein technisch verwandtes Modell als Forfour verkauft. DaimlerChrysler  hatte eine Mehrheitsbeteiligung am japanischen Autobauer übernommen, sich aber zuletzt nicht an Kapitalerhöhungen beteiligt. Der Anteil war so auf 20 Prozent gefallen.

Inzwischen hat die MMC-Konzernmutter Mitsubishi dem Autobauer eine weitere Kapitalspritze in Höhe von etwa vier Milliarden Euro zugestanden, durch die der Anteil von DaimlerChrysler weiter sinkt. Gleichzeitig wechselte der Konzern das Management aus.

Der Rückzug von DaimlerChrysler zwingt Mitsubishi, sich neue Kooperationspartner für Produktion und Konstruktion von Autos und Nutzfahrzeugen zu suchen. Beim Kleintransporterbau hatte Mitsubishi deshalb bereits eine Kooperation mit Nissan abgeschlossen.