Sparpläne Volkswagen will tausende Stellen streichen

Bernd Pischetsrieder startet eine neue Sparrunde. Nach Informationen des manager magazins will der VW-Chef die Kosten über das bisher bekannte Maß hinaus senken. Erneut geht es um Milliardenbeträge und diesmal auch um tausende Jobs.

Hamburg - Der Automobilhersteller Volkswagen  will in den nächsten Jahren mehrere tausend Stellen streichen. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die am Freitag (21. Januar) erscheint.

Der geplante Personalabbau ist Teil einer neuen Welle des Sparprogramms "ForMotion". Konzernchef Bernd Pischetsrieder und Finanzchef Hans Dieter Pötsch wollen vor allem die Gemeinkosten senken.

In Bereichen wie dem Vertrieb, der Informationstechnik und der allgemeinen Verwaltung sollen die Arbeitsprozesse verbessert und so Mitarbeiter eingespart werden.

Allein in Wolfsburg könnten demnach in den nächsten Jahren 3000 bis 4000 Arbeitsplätze wegfallen, erwarten Arbeitnehmervertreter. Volkswagen hatte im vergangenen Jahr deutlich weniger verdient als ursprünglich geplant. Der Markengruppe VW, zu der auch Škoda und Bentley gehören, droht sogar Verlust.

Auf betriebsbedingte Kündigungen will das Unternehmen verzichten. Die Konzernspitze setzt stattdessen darauf, frei werdende Stellen nicht mehr neu zu besetzen, Mitarbeitern den vorzeitigen Ruhestand anzubieten oder sie in Beschäftigungsgesellschaften auszulagern.

Der Aufsichtsrat hat dem Grobkonzept der neuen Sparrunde bereits zugestimmt. Auch Betriebsratschef Klaus Volkert hat Kooperationsbereitschaft signalisiert. Seine Bedingung: Erst müssen die Prozesse verbessert werden. Dann wird geprüft, wie viele Mitarbeiter wirklich nicht mehr benötigt werden.

Am Donnerstagnachmittag reagierte Volkswagen auf den Bericht. Außer den bekannten Personalkürzungen - Pischetsrieder hatte bisher von lediglich 2000 bis 2500 Jobs gesprochen, die in Deutschland wegfallen sollten - sei nichts geplant.

IG Metall-Sprecher Jörg Köther aus Hannover wies die höhere Zahl von 3000 bis 4000 Arbeitsplätzen, die wegfallen sollen, zurück. Betriebsratschef Klaus Volkert habe sich nicht in dieser Weise geäußert.

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