Autoabsatz Nur VW fällt in den USA zurück

Mit Ausnahme von Volkswagen haben deutsche Autobauer auf dem US-Markt in 2004 so viel Autos verkauft wie nie zuvor. Der Dezember-Absatz lässt VW allerdings hoffen. Toyota knackte in 2004 die Marke von zwei Millionen - der neunte Absatzrekord in Folge.

Detroit - Die drei deutschen Autobauer BMW , Porsche  sowie die DaimlerChrysler -Marke Mercedes-Benz haben im vergangenen Jahr auf dem weltweit wichtigsten Automarkt USA so viele Autos verkauft wie nie zuvor. Einen fast zweistelligen prozentualen Abschlag musste dagegen die Volkswagen -Tochter Audi hinnehmen.

Noch härter traf es die Marke Volkswagen selbst, deren US-Absatz im vergangenen Jahr um rund 15 Prozent sank. Einen Hoffnungsschimmer lieferte allerdings das Dezember-Ergebnis von VW, als die Marke Volkswagen den Absatz um 19 Prozent auf 21.469 Stück steigerte.

Die US-Hersteller General Motors  und Ford  büßten auf ihrem Heimatmarkt erneut Absatz und Marktanteile ein - obwohl sie Rekordsummen für Kaufanreize ausgaben. Zu den Gewinnern im vergangenen Jahr zählten vor allem die japanischen Hersteller. Toyota , der profitabelste Volumenhersteller der Welt, knackte mit dem neunten Absatzrekord in Folge erstmals die Marke von zwei Millionen verkauften Fahrzeugen. Auch Nissan  und Subaru verbuchten deutliche Zuwächse.

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Porsche bleibt auf Erfolgskurs
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BMW  steigerte den 2004er-Absatz in Nordamerika um 7 Prozent auf 296.111, Porsche  dank des Geländewagens Cayenne um 11 Prozent auf 33.289 Fahrzeuge. Bei Mercedes-Benz legte der Verkauf im vergangenen Jahr wegen mehrerer Modellwechsel im Laufe des Jahres lediglich um 1,3 Prozent auf 221.610 Fahrzeuge zu. Der gesamte Konzern DaimlerChrysler verbesserte den US-Absatz in 2004 um 3 Prozent auf 2.427.634 Fahrzeuge.

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Dezember: DaimlerChrysler und BMW legen deutlich zu

Dank der Modellwechsel konnte DaimlerChrysler im Dezember einen Schlussspurt hinlegen: Die Verkaufszahlen des Konzerns legten um 11 Prozent auf 225.887 Fahrzeuge zu. Mercedes steigerte den Absatz um 23 Prozent auf 26.607 Autos, teilte das Unternehmen am Dienstag in Stuttgart mit. Bei der US-Tochter Chrysler gab es ein Plus von 5 Prozent auf 199.280 Einheiten.

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Nach Ford und BMW bringt jetzt Mercedes etwas "New Edge"-Design
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BMW steigerte im Dezember in Nordamerika seinen Absatz um 18 Prozent auf 29.292 Fahrzeuge. Porsche musste im Dezember wegen des schwachen Boxster ein Minus von 2 Prozent auf 2837 Autos hinnehmen. Im Gesamtjahr war der Geländewagen Cayenne mit einem Plus von 40 Prozent aber erneut der Erfolgsgarant. Porsche macht mehr als 40 Prozent seines Umsatzes in Nordamerika.

Toyota steuert von Rekord zu Rekord

GM erlebt düstere Absatzentwicklung

Der Branchenprimus General Motors erlebte im vergangenen Jahr auf seinem Heimatmarkt eine düstere Absatzentwicklung. Allein im Dezember schrumpfte der konzernweite Verkauf um 6 Prozent auf 437.161 Fahrzeuge, im vollen Jahr um 1 Prozent auf 4,7 Millionen Einheiten. Bei den Pkw ging der Absatz trotz Rabatten von bis zu 5000 Dollar je Auto um 3,8 Prozent auf 1,9 Millionen zurück.

Auch Erzrivale Ford  musste in 2004 ein Absatzminus von 4,4 Prozent auf 3.331.676 Millionen Fahrzeuge hinnehmen. Im Dezember gab es dagegen ein leichtes Plus von 0,7 Prozent auf 294.270. Zudem wurde bekannt, dass Ford für seine defizitäre Luxusmarke Jaguar noch tiefer in die Tasche greifen muss. Die Briten brauchen eine weitere Kapitalspritze von umgerechnet 750 Millionen Euro. Die Luxusmarke hatte 2003 einen Verlust von 840 Millionen Euro gemacht und erwartet nach eigenen Angaben erst 2007 wieder schwarze Zahlen.

Toyota vorn - Mitsubishi mit Problemen

Der japanische Autobauer Toyota, der im vergangenen Jahr wahrscheinlich Ford als weltweit zweitgrößten Autobauer ablöste, fuhr in den USA zum neunten Mal in Folge einen Rekordabsatz ein. In 2004 wurden 2.060.049 Fahrzeuge und damit zehn Prozent als 2003 abgesetzt. Im Dezember stiegen die Verkaufszahlen um 18 Prozent auf 187.932 Einheiten. Auch Nissan blickt auf mit einem Absatz von 985.988 Fahrzeuge (plus 23,7 Prozent) auf ein Rekordjahr zurück. Im Dezember entschieden sich 92.268 Kunden für einen Nissan. Dies war ein Anstieg um 32,7 Prozent. Renault  hält rund 44 Prozent an Nissan.

Die angeschlagene japanische Mitsubishi Motors Corp. (MMC) erlitt einen dramatischen Absatzeinbruch. Insgesamt wurden 161.609 Fahrzeuge verkauft, ein Rückgang um 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte MMC mit. Im Dezember setzte Mitsubishi 11.151 Fahrzeuge ab - ein Minus von 39,3 Prozent. DaimlerChrysler hält noch eine Beteiligung von rund 20 Prozent an MMC.

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