Prognose gefährdet RWE drohen Umsatzausfälle

Weil beantragte Strompreiserhöhungen eingeschränkt genehmigt worden seien, muss sich der Energiekonzern RWE einem Medienbericht zufolge teilweise von seiner Umsatzplanung für das kommende Jahr verabschieden.

Berlin - Die Erlöse bei Deutschlands größtem Stromversorger RWE  werden einem Bericht der "Berliner Zeitung" zufolge im kommenden Jahr spärlicher als bislang geplant fließen. Allein beim Stromabsatz in Nordrhein-Westfalen blieben die Einnahmen voraussichtlich um 30 bis 40 Millionen Euro unter den Erwartungen, berichtet die "Berliner Zeitung". Ein Pressesprecher von RWE-Energy wollte dies nicht kommentieren.

Als Grund nannte die "Berliner Zeitung" die Kürzungen der geplanten Strompreiserhöhungen der RWE-Tochtergesellschaften Rhein-Ruhr und Westfalen-Weser-Ems bei ihren insgesamt 3,6 Millionen Kunden. Der nordrhein-westfälische Energieminister Axel Horstmann (SPD) habe im Genehmigungsverfahren nur einem Teil der beantragen Strompreiserhöhung stattgegeben. Danach dürfte die Gesellschaften ihre Preise zum 1. Januar nicht wie geplant um gut acht Prozent, sondern um lediglich sechs Prozent anheben, hieß es weiter. Ein Sprecher der RWE Westfalen-Weser-Ems hatte am Dienstag bei der Bekanntgabe der Strompreiserhöhung bereits bestätigt, dass die beantragte Preiserhöhung "nicht in vollem Umfang genehmigt" worden sei.

Die Gesellschaften unter dem Dach der RWE Energy hatten am Dienstag die höheren Preise mit gestiegenen Kosten für die Strombeschaffung begründet. Die Stromrechnung eines typischen Haushalts mit einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden erhöhe sich so im Jahresschnitt um gut drei Euro. Die 80.000 Gaskunden der RWE Rhein-Ruhr zahlten zwischen 6,7 und 9,4 Prozent mehr, sagte ein Sprecher.

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