Defekte Schraube Volkswagen ruft 290.000 Diesel zum Check

Probleme an der Kraftstoffpumpe und austretender Sprit können an aktuellen Automodellen der Marken VW, Audi, Seat und Skoda auftreten. Schuld sind offenbar fehlerhaft produzierte Schrauben eines Zulieferers.

Wolfsburg - Der Volkswagen-Konzern ruft wegen möglicher Probleme mit der Kraftstoffpumpe weltweit rund 290.000 Diesel-Fahrzeuge in die Werkstätten.

In Deutschland sind rund 90.000 Fahrzeuge betroffen, wie Volkswagen  am Freitag in Wolfsburg mitteilte. Der Rückruf gelte für Autos der Marken VW, Audi , Seat und Skoda mit Drei- und Vierzylinder-Dieselmotoren, die zwischen März und August 2004 produziert wurden. Die Schwachstelle könne bei Motoren mit 1,2 Litern, 1,4 Litern oder 1,9 Litern Hubraum vorhanden sein.

Wegen eines Fehlers bei der Schraubenherstellung könne es im Einzelfall zum Bruch einer Schraube am Deckel der Kraftstoffpumpe kommen, begründete Volkswagen den Rückruf. Dies könne zum Austritt von Dieselkraftstoff führen. Für Fragen hat VW eine Service-Hotline unter Tel. 0800/7762 332 eingerichtet.

Arbeitsintensive Überprüfung

Die Überprüfung der Kraftstoffpumpe sei nicht kompliziert, aber arbeitsintensiv, sagte ein Volkswagen-Sprecher. Die Überprüfung dauere rund 30 Minuten, ein Austausch nehme rund eine Stunde in Anspruch. Die Kosten übernehme der Lieferant, betonte der Sprecher. Welchen Betrag der Konzern seinerseits dem Lieferanten in Rechnung stellt, war zunächst unklar. Die LuK GmbH & Co oHG, Bühl, hat die fehlerhaften Kraftstoffpumpen geliefert.

Die dort verwendeten fehlerhaften Schrauben wiederum seien jedoch von einem Lieferanten bezogen worden, sagte eine LuK-Sprecherin am Freitag auf Anfrage von Dow Jones Newswires.

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