Streckenausbau Lufthansa ordert sieben Airbus-Flugzeuge

Mehr als eine Milliarde Euro investiert die Lufthansa in neue Flugzeuge, um die Langstreckenflotte zu stärken. Konzernchef Wolfgang Mayrhuber will damit die strategische Chancen nutzen, insbesondere an den Drehkreuzen Frankfurt und München das Angebot auszuweiten.

Frankfurt - Der Aufsichtsrat habe dem Kauf von sieben Airbus A340-600 am Mittwoch gestimmt, teilte Europas drittgrößte Fluggesellschaft am Abend im Anschluss an die Sitzung ihres Kontrollgremiums in Frankfurt mit. Die Maschinen sollten 2006 und 2007 geliefert werden. Sie sollen teilweise ältere und geleaste Maschinen anderen Typs ersetzen, aber auch die bisherige Langstreckenkapazität der Lufthansa  ausbauen.

"Zusammen mit unseren Partnern bereiten wir uns auf gezieltes Wachstum vor", sagte Konzernchef Wolfgang Mayrhuber. "Die beiden Drehkreuze in Frankfurt und München bieten weitere Perspektiven im Langstreckenverkehr. Lufthansa will ihre strategische Position stärken und Chancen nutzen", fügte er hinzu. Der Maßstab bleibe dabei, profitabel und marktorientiert zu wachsen.

Der Flugzeugkauf, zu dessen Kosten Lufthansa keine Angaben machte, sei in der Investitionsplanung des Konzerns bereits berücksichtigt, teilte das Unternehmen weiter mit. Laut Listenpreis kostet der Airbus 340-600 zwischen 202,6 und 211,2 Millionen Dollar. Der Auftrag könnte sich damit auf bis zu 1,5 Milliarden Dollar belaufen.

Bisher verfügt Lufthansa bereits über Airbus-Langstreckenflugzeuge des Typs A340-600, die derzeit 345 Plätze je Maschine haben. Dieses Flugzeug zeichne sich durch einen vergleichsweise niedrigen Treibstoffverbrauch und geringe Abgaswerte aus.

Die Bestellung dieser Airbus-Maschinen stehe im Einklang mit der bereits erfolgten Order von 15 Großraumflugzeugen Airbus A380, die nach und nach ab Ende 2007 ausgeliefert werden, ergänzte Lufthansa.

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