Modelloffensive Neue S-Klasse als Highlight

Mit mehreren neuen, teuren Autos stellt sich Mercedes im kommenden Jahr im Luxussegment auf. Ein Rezept gegen den anhaltenden Rückgang der Verkaufszahlen des Volumenmodells C-Klasse findet sich im nun bekannt gewordenen Zeitplan für den Modelljahrgang 2005 aber nicht.

Stuttgart - Eine Runderneuerung steht im kommenden Jahr bei den Luxusmodellen der DaimlerChrysler-Sparte Mercedes an. Mit dem Zeitpunkt für die Präsentation der neuen Oberklasselimousine S-Klasse und einer Sport-Version des Maybach hat die Zeitung "Die Welt" am Mittwoch die letzten beiden noch nicht bekannten Präsentationstermine für neue Mercedes-Modelle im kommenden Jahr genannt.

Dabei ist die Präsentation der neuen S-Klasse auf der Frankfurter Automobilmesse IAA im September der markeninterne Höhepunkt des Jahres. Das im Triumvirat der klassischen Mercedes-Limousinen in der Luxusklasse angesiedelte Modell mit der internen Baureihennummer W 221 ersetzt dann den bisherigen Gegner von Audi A8 und BMW 7er.

Nach Informationen des Fachmagazins "Auto, Motor & Sport" wird ebenfalls 2005 eine weitere Luxus-Reiselimousine präsentiert und auf den Markt geworfen. Das als Konzeptstudie "Vision R" bereits gezeigte und nun R-Klasse getaufte Modell hat die Proportionen eines flachen Vans und basiert auf dem Geländewagen M-Klasse, der in der ersten Januar-Woche auf der Detroit-Motor-Show gezeigt und ab Sommer 2005 verkauft werden soll.

Mehr Ecken in der zweiten Generation: Mercedes M-Klasse

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Zart geliftet, aber immer schwerer zu verkaufen: C-Klasse, hier als kleines Coupé

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Luxus-E-Modell für Designfreunde: CLS-Klasse

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Ungelöster Problemfall C-Klasse

Zusammen mit dem bereits seit diesem November verkauften Modell CLS, einer zur Designer-Luxusversion aufgemöbelten E-Klasse, richtet Mercedes innerhalb eines Jahres seine gesamte Luxusklasse neu aus. Ausnahmen bilden lediglich das mitten im Modellzyklus befindliche Nischenmodell SL und das seit den 70ern gebaute Geländewagen-Urgestein G-Modell, an dessen Nachfolger noch gearbeitet wird.

Die mit Absatzproblemen belastete Einstiegslimousine C-Klasse wird dagegen im kommenden Jahr nicht erneuert. Das im Werk Bremen gefertigte Modell hatte bereits in den vergangenen zwei Jahren teils deutliche Absatzeinbrüche hinnehmen müssen. Eine leichte Modellpflege hatte daran nichts geändert. Zwar führt das Modell in seiner Fahrzeugklasse den deutschen Markt noch an. Mit dem bereits renovierten Audi A4 und den im Frühjahr und im Sommer erwarteten komplett neuen BMW 3er und VW Passat dürfte es diese Rolle aber einbüßen.

Stattdessen wird Mercedes in der unteren Preisklasse im März eine deutlich verlängerte Version der A-Klasse zeigen, die unter dem Namen B-Klasse gegen Konkurrenten wie den VW Touran antreten soll. Sie füllt eine Lücke zwischen dem Kleinbus Viano und dem Hochdach-Kompaktwagen Vaneo.

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