Konsolidierung 1000 Banken werden sterben

BdB-Hauptgeschäftsführer Manfred Weber prognostiziert, dass es in Deutschland schon bald ein Drittel Banken weniger geben wird. Der Wunsch vieler Kommunen, die angesichts knapper Haushaltskassen ihre Sparkassen verkaufen wollen, sei nachvollziehbar.

Leipzig - Von den rund 2500 Banken in Deutschland werden nach Ansicht des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) nur noch 1400 bis 1500 übrig bleiben.

Hauptgeschäftsführer Manfred Weber sagte nach einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" (Mittwochausgabe), der Konsolidierungsbedarf sei am stärksten bei den Sparkassen und Volksbanken mit ihren kleinen Einheiten, die so nicht überlebensfähig seien. Dennoch werde es in der Folge nicht nur große Häuser geben, denn "Größe ist an sich keine Erfolgsgarantie".

Die öffentlich-rechtlichen Häuser seien gezwungen, neue Wege zu gehen, wenn Mitte kommenden Jahres die Gewährträgerhaftung wegfalle, sagte Weber. Er plädierte für eine Privatisierung der Sparkassen. "Die Haushaltskassen der Kommunen sind leer, die Finanzlöcher groß. Zu Recht fragen sich viele Stadtväter, ob das durch den Verkauf der Sparkasse zu erzielende Geld nicht sinnvoller eingesetzt werden kann."

Neben der Aufbesserung der öffentlichen Kassen durch einen Sparkassen-Verkauf werde die Kommune ein nicht zu unterschätzendes Risiko los. Weber erinnerte daran, dass es in der Vergangenheit genügend Fälle gegeben habe, "bei denen die Stadt oder Gemeinde Geld in ihre Sparkasse stecken musste, weil sie in eine Schieflage geraten war".

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