Produktionsausfall DaimlerChrysler verklagt Allianz

Auf Grund eines Stromausfalls standen in amerikanischen Werken von DaimlerChrysler die Bänder still. Schaden: 33 Millionen Dollar. Für solche Fälle wähnte sich der Konzern gesichert - durch eine Allianz-Versicherung. Weil die aber nicht zahlen will, streiten sich die beiden Daxkonzerne nun vor Gerichten in Kanada und den USA.

Auburn Hills/München - DaimlerChrysler  will Entschädigungszahlungen des Allianz-Konzerns in Zusammenhang mit Produktionsausfällen infolge des Stromausfalls im vergangenen Jahr im Nordosten der USA und Kanada vor Gericht durchsetzen. Das sagte ein Unternehmenssprecher der Allianz gegenüber Dow Jones Newswires. Er bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der Zeitung "Detroit News".

Der Automobilhersteller Chrysler habe eine Klage gegen den Versicherungskonzern und dessen kanadische und kalifornische Niederlassungen eingereicht, nachdem die Assekuranz Zahlungen abgelehnt habe, hieß es in dem Bericht. Chrysler habe allerdings bislang keinen Schaden nachgewiesen, sagte der Sprecher.

In der bereits vor einigen Wochen eingereichten Klage bezifferte das Unternehmen in einer ersten Schätzung den Schaden durch den Stromausfall, der 14 der 31 Standorte des Automobilkonzerns lahm legte, auf 33,1 Millionen Dollar zuzüglich Zinsen. Der Produktionsausfall führte demnach dazu, dass rund 10.000 Fahrzeugen nicht wie geplant vom Band laufen konnten.

Abzüglich des Selbstbehalts von DaimlerChrysler  verbleibe eine Schadensumme im einstelligen Millionen-Dollar-Bereich. Dieser Betrag werde von einem Konsortium getragen; daher verbleibe bei der Allianz ein geltend gemachter Schaden von unter einer Million Dollar, sagte der Sprecher weiter. Derzeit gebe es Gespräche mit DaimlerChrysler zu dem Thema. Der Automobilhersteller äußerte sich in Stuttgart auf Anfrage nicht zu dem Bericht.

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