Smart Verwirrung um Strategie

Ein Medienbericht bringt Peugeot als neuen Kooperationspartner für Smart ins Spiel. Zudem gebe es Überlegungen zur Neupositionierung der Marke. Ein Sprecher von Smart dementierte.

Stuttgart - Bei DaimlerChrysler  wachsen Zweifel am Erhalt des Kleinwagenfabrikats Smart als hochwertige Marke. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" in der Mittwochsausgabe. Unter Berufung auf die Umgebung des Unternehmens schreibt das Blatt, ein Verlust von 400 Millionen Euro alleine in diesem Jahr habe Zweifel genährt, ob Smart langfristig als Premiummarke erhalten bleiben könne, die höhere Preise rechtfertigt als Konkurrenzfahrzeuge. "Das wird gerade intern diskutiert", zitierte das Blatt Unternehmenskreise.

Ein Unternehmenssprecher dementierte solche Überlegungen allerdings am Dienstagabend gegenüber manager-magazin.de und verwies stattdessen allgemein auf im Zusammenhang mit den Zahlen für das dritte Quartal genannten Handlungsbedarf bei der Effizienzsteigerung.

Am 28. Oktober hatte es bereits Verwirrung um die weitere Existenz des Smart gegeben. Finanzvorstand Manfred Gentz hatte die Marke als düsteren Sanierungsfall dargestellt und zunächst gesagt, es seien alle Optionen offen. Später waren Schließung und Verkauf der Marke ausgeschlossen worden; eine Neuausrichtung des Businessplans wurde aber ausdrücklich als Alternative genannt.

Nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" sieht einer der Rettungspläne nun vor, im Handel die Trennung der Marken Mercedes und Smart aufzuheben. Dazu müssten den Mercedes-Händlern aber noch Anreize geboten werden.

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Daimler-Hickhack: Neue Zweifel an Zukunft des Smart
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Ebenfalls in Vorbereitung sei eine enge Kooperation von Smart mit dem französischen Wettbewerber Peugeot  zur Entwicklung und Produktion neuer zwei- und viersitziger Kleinwagen.

DaimlerChrysler braucht hier einen Partner, weil die Smart-Stückzahlen allein nicht ausreichen, um günstige Produktionskosten zu erzielen. Bisher hatte Smart mit dem japanischen DaimlerChrysler-Partner Mitsubishi kooperiert, mit dem das Unternehmen das in diesem Jahr präsentierte Modell Smart Forfour baut. Nach dem Teilrückzug des Stuttgarter Konzerns gilt diese Kooperation aber als gefährdet. Zuletzt hatte es auch Berichte über eine Zusammenarbeit zwischen Peugeot und Mitsubishi gegeben.

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