USA Colin Powell zurückgetreten

US-Außenminister Colin Powell hat seinen Rücktritt eingereicht. Neben Powell, der als gemäßigte Stimme gilt, verlassen drei weitere Minister die US-Administration.

Washington - Ein Regierungsvertreter gab den Rücktritt Powells am Montag offiziell bekannt. Doch wirklich überraschend kam der Schritt nicht. Bereits seit Wochen war darüber spekuliert worden, dass der bisherige Außenminister keine weitere Legislaturperiode im Kabinett verbleiben werde. Er sei amtsmüde gewesen, hieß es aus der Umgebung des vor allem im Ausland hoch geschätzten früheren Generals. Der 67-Jährige werde im Amt bleiben, bis ein Nachfolger gefunden sei, hieß es im Außenministerium in Washington.

Als mögliche Nachfolger wurden bereits Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice und der stellvertretende Verteidigungsminister Paul Wolfowitz genannt. Als weiterer Kandidat gilt der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, John Danforth.

Der frühere Vier-Sterne-General galt in der US-Regierung als gemäßigte Stimme und geriet häufig mit Falken wie Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und Vizepräsident Richard Cheney aneinander. Powell war der erste schwarze Außenminister der USA.

Neben Powell geben drei weitere Minister ihre Posten auf: Landwirtschaftsministerin Ann Venneman, Bildungsminister Rod Paige and Energieminister Spencer Abraham. Sie alle haben ihren Rücktritt bereits eingereicht. Davon, dass heute bereits Nachfolger benannt werden, geht der Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan, nicht aus.

Vergangene Woche hatten schon Justizminister John Ashcroft und Handelsminister Donald Evans ihren Rücktritt eingereicht.

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