KarstadtQuelle Probezeit für Achenbach

Vorstandschef Christoph Achenbach bekommt vom Aufsichtsrat nur wenig Zeit, sich als Sanierer zu beweisen. Der Vertrag mit Dienstleistungsvorstand Peter Gerard soll nach Informationen von manager magazin nicht verlängert werden.
Von Klaus Boldt und Wolfgang Hirn

Hamburg - Vorstandschef Christoph Achenbach muss bis Ende März 2005 unter Beweis stellen, dass er in der Lage ist, das Konzept zur Sanierung der KarstadtQuelle AG  umzusetzen. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die am Freitag (22. Oktober) erscheint.

Das Vertrauen in Achenbachs Fähigkeiten sei vorhanden, aber nicht uneingeschränkt. Den Vertretern der Aktionäre Schickedanz-Familie (41,6 Prozent), Allianz Versicherung (10,5 Prozent) und Riedel Holding (9 Prozent) sei bewusst, dass Achenbach als Mitglied des Vorstands unter seinem inzwischen entlassenen Vorgänger Wolfgang Urban für den schlechten Zustand des Essener Konzern mitverantwortlich sei.

Ebenfalls im ersten Quartal soll eine Entscheidung über Peter Gerard (57), im Vorstand für die Dienstleistungssparte von KarstadtQuelle zuständig, getroffen werden. Gerards Vertrag soll nach Informationen von manager magazin nicht verlängert werden.

Der Kapitalerhöhung von KarstadtQuelle haben alle Gesellschafter zugestimmt. Allerdings will sich die Riedel Holding voraussichtlich nicht daran beteiligen.

Nicht ausgeschlossen ist es, dass große deutsche Familienvermögen jene 48 Prozent der Kapitalerhöhung übernehmen, die Ende des Jahres am Kapitalmarkt platziert werden sollen. Genannt würden immer wieder die Familie Oppenheim (Bankhaus Sal. Oppenheim) und der Immobilienentwickler Josef Esch.

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