Opel Stellenabbau auch im Management

Der weltgrößte Autohersteller General Motors (GM) will bei seinem radikalen Sparprogramm auch vor der Führungsspitze nicht Halt machen. Das Management sei "zu groß bemessen".

Düsseldorf - "Wir werden die Aufwendungen für das Management um mindestens 15 Prozent verkleinern", sagte GM-Europachef Fritz Henderson dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Dies werde nicht durch Einbußen beim Entgelt, sondern ebenfalls durch Stellenabbau realisiert.

"Das Management war ebenfalls bisher zu groß bemessen», sagte Henderson. Der Forderung des Opel-Betriebsrats nach einem Gehaltsverzicht der Manager im Rahmen des Sparprogramms steht Henderson dagegen weiter ablehnend gegenüber. "Aber Sie dürfen versichert sein, dass die verbleibenden Manager die Restrukturierung auch beim Bonus merken werden."

Fehler eingeräumt

Der GM-Europa-Chef schloss weiter die Stilllegung eines Opel-Werkes langfristig nicht aus. "Ich kann jetzt noch nicht ausschließen, dass wir bis zum Jahr 2009/10 einen Standort schließen müssen. Das wird sehr von der Entwicklung des Gesamtmarktes in Europa abhängen und wie flexibel und produktiv unsere Werke bis dahin sein werden", sagte er.

Zugleich räumte der Spitzenmanager ein, dass auch in der Führungsetage bei GM Europa in der Vergangenheit Fehler gemacht worden seien. "Wir waren zu optimistisch und hatten mit einem leichten Wachstum des Marktes gerechnet", sagte Henderson mit Blick darauf, dass bereits drei Jahre nach dem Start des Sanierungsprogramms Olympia bei Opel erneut auf die Kostenbremse getreten werden müsse.

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