KarstadtQuelle Kein Durchbruch

Auch ein Krisengespräch der Verhandlungsführer am Morgen hat noch keinen Durchbruch bei den Sanierungsverhandlungen gebracht. Knackpunkte sind betriebsbedingte Kündigungen und Einschnitte in den Tarifverträgen. KarstadtQuelle-Chef Christoph Achenbach und den Gewerkschaftsspitzen bleiben nur noch wenige Stunden.

Essen - Am frühen Donnerstagmorgen sei es zu einem Gespräch in kleiner Runde mit den Spitzen des Unternehmens und der Arbeitnehmervertreter gekommen, sagten übereinstimmend beide Seiten. Vorstandaschef Christoph Achenbach und Verdi-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Franziska Wiethold hätten am Morgen ein 45 Minuten langes "offenes und konstruktives Gespräch" geführt, sagte Konzernsprecher Jörg Howe.

Verdi-Sprecher Harald Reutter bestätigte das Treffen und fügte hinzu, auch Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Pokriefke habe daran teilgenommen. Ein Durchbruch sei aber nicht erzielt worden.

"Es hakt weiter an der mangelnden Zusicherung zum Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. Außerdem will der Konzern nach unserem Eindruck partout nicht auf massive Einschnitte in den bestehenden Tarifverträgen verzichten." Dies sei eine weitere hohe Hürde auf dem Weg zu einem Beschäftigungspakt, sagte Reutter.

Konzernsprecher Howe hatte zuvor erklärt, es sei deutlich mehr Bewegung in die Gespräche gekommen, er rechne daher mit einer Lösung in den nächsten Stunden. "Wir teilen diese Sicht nicht", betonte dagegen der Verdi-Sprecher. "In den Verhandlungen deute nichts auf ein grundlegendes Einlenken des Konzerns hin.