General Motors Henderson unter Druck

Nachdem sich jetzt auch die Bundesregierung in die Sanierungsbemühungen beim Autobauer Opel eingeschaltet hat, will sich Fritz Henderson, Europa-Chef der Opel-Mutter GM, jetzt offenbar schon früher zu seinen Plänen für die Rüsselsheimer äußern.

Frankfurt/Berlin - Der amerikanische Automobilkonzern General Motors (GM)  wird einem Pressebericht zufolge den Sanierungsplan für seine europäischen Tochtergesellschaften Opel, Saab und Vauxhall schon in der kommenden Woche vorlegen.

Wegen der Meldungen über die immer bedrohlicher werdende Krise und der daraus resultierenden Verunsicherung in der Belegschaft sehe sich GM-Europa-Chef Fritz Henderson veranlasst, den Plan spätestens bis Donnerstag kommender Woche zu veröffentlichen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) aus Unternehmenskreisen in ihrer Freitagausgabe.

Laut "FAZ" (Donnerstagausgabe) stehen dem Konzern und seinen Mitarbeitern tiefe Einschnitte bevor. Mehr als 10.000 der 62.000 Arbeitsplätze in Europa stünden zur Disposition. Opel wollte diesen Bericht nicht kommentieren.

"Es finden Gespräche statt"

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hat sich unterdessen in die Sanierungsbemühungen beim Rüsselsheimer Autohersteller Opel eingeschaltet. "Es finden Gespräche statt", sagte eine Sprecherin Clements dem Berliner "Tagesspiegel" (Freitagausgabe).

GM leidet seit Jahren unter Überkapazitäten und hohen Verlusten in Europa. Allein Opel hat 2003 einen operativen Verlust von 384 Millionen Euro verbucht. Das Sanierungskonzept soll den größten Autohersteller der Welt in Europa wieder in die schwarzen Zahlen bringen. Mit der Umstrukturierung will GM nach früheren Angaben einen dreistelligen Millionenbetrag einsparen.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.