General Motors Landesregierung bangt um Rüsselsheim

In der Standortdebatte bei General Motors Europe hat sich die Hessische Landesregierung für den Erhalt des Opel-Werkes in Rüsselsheim stark gemacht. Die Arbeitnehmervertreter beantragen unterdessen eine Sondersitzung des Aufsichtsrates.

Wiesbaden - "Wir müssen alles daran setzen, um die Stärken des Standorts Rüsselsheim und der Mitarbeiter im Opel-Werk den Entscheidungsträgern deutlich zu machen", sagte der hessische Wirtschaftsminister Alois Rhiel am Donnerstag in Wiesbaden. Er verhandele in dieser Sache seit Wochen mit den Verantwortlichen des Automobilkonzerns. Ministerpräsident Roland Koch stünde zudem in ständigem Kontakt mit der Bundesregierung, fügte Rhiel hinzu.

Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Adam Opel AG haben unterdessen eine Antrag für eine Sondersitzung des Gremiums gestellt. Das verlautete am Donnerstag aus Betriebsratskreisen. Ein konkreter Termin für die außerordentliche Aufsichtsratssitzung stehe aber noch nicht fest. Sie werde aber mit Sicherheit noch im Oktober stattfinden.

Die Arbeitnehmervertreter sind nach Informationen von Dow Jones Newswires darüber verärgert, dass vom Topmanagement in Zürich "ständig nur Negativmeldungen über Opel" verbreitet werden. Das schade dem Unternehmen und gefährde die Verkaufszahlen, erläutern die Kreise.

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