Jobwunder Metallbranche sucht 150.000 Mitarbeiter

In der Metall- und Elektroindustrie sind trotz der hohen Arbeitslosigkeit tausende Stellen frei. Fehlende Mobilität und mangelnde Qualifizierung machen die Vergabe aber schwierig.

Berlin - Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser sagte der Zeitung "Bild am Sonntag", die Unternehmen der Branche suchten etwa 150.000 Mitarbeiter. Seit Jahresanfang sei die Zahl der nicht besetzten Arbeitsplätze um 40.000 oder 35 Prozent gestiegen.

Gesucht würden unter anderem Installateure, Schlosser, Maler, Maurer, Mechaniker, Elektriker und Bürokaufleute. Ein Grund für den Anstieg sei die Belebung der Konjunktur in Deutschland. Gesamtmetall habe das Wachstum der Branche auf 3,5 nach drei Prozent erhöht.

Unternehmen machten auch die Erfahrung, dass sie Stellen nicht besetzen könnten, sagte Kannegiesser. Ursachen seien die fehlende Mobilität mancher Arbeitssuchender als auch deren mangelnde Qualifizierung.

Clement sieht Wende am Arbeitsmarkt

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) rechnet unterdessen mit einer baldigen Trendwende am Arbeitsmarkt. Nach Jahren der Stagnation wachse die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um 1,5 bis zwei Prozent, sagte Clement in einem Interview der "Welt am Sonntag".

"Wir haben die Talsohle hinter uns." Wenn jetzt nicht nur der Export, sondern auch die Binnennachfrage in Gang komme - wofür einiges spreche - "werden wir bald auch eine Trendwende am Arbeitsmarkt erleben".

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