KarstadtQuelle Bank zu verkaufen

Am Dienstag will KarstadtQuelle-Chef Christoph Achenbach sein Sanierungskonzept vorlegen. Doch schon jetzt sickern Details durch. Laut einem Pressebericht soll sich der angeschlagene Handelskonzern von seiner Banktochter trennen.

Hamburg - Der Handelskonzern KarstadtQuelle  will offenbar seine Hypothekenbank verkaufen. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise.

Der Verkauf sei Teil des Sanierungskonzepts von Vorstandschef Christoph Achenbach. Unter anderem werde der niederländischen Bank ABN Amro  sowie der deutschen Postbank  Interesse an der Hypothekenbank nachgesagt.

Ein Sprecher von KarstadtQuelle bestätigte entsprechende Pläne. 75 Prozent seiner Anteile will der Konzern demnach verkaufen.

Die Bank, die Ende 2001 noch unter der Federführung des damaligen Finanzchefs Norbert Nelles gegründet wurde, verfügt über ein Eigenkapital von rund 250 Millionen Euro. Der Kaufpreis dürfte sich daran orientieren.

Der KarstadtQuelle-Konzern steckt tief in der Krise. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen einen Verlust vor Steuern und Abschreibungen (Ebta) von 160 bis 200 Millionen Euro. Der Konzernumsatz werde zwischen 4,5 und fünf Prozent schrumpfen, hieß bei der Vorlage der Halbjahreszahlen Anfang August. Bis dahin hatte das Unternehmen als schlimmsten Fall einen Rückgang um drei Prozent angenommen.

Das mit Spannung erwartete Sanierungskonzept von Achenbach soll am Montagabend kommender Woche zunächst dem Aufsichtsrat präsentiert werden, bevor die Öffentlichkeit am Dienstag bei einer Pressekonferenz informiert werden soll.

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