Schott Mitarbeiter gucken in die Röhre

Der Spezialglashersteller Schott stellt den Rest seiner Fernsehglasproduktion am Unternehmenssitz in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz ein.

Mainz - Der Schott-Aufsichtsrat hat nach Informationen von manager-magazin.de bereits am Freitag vergangener Woche einen entsprechenden Beschluss gefasst. Von der Schließung betroffen sind 500 Mitarbeiter des Bereichs.

300 von ihnen soll zum 30. November dieses Jahres betriebsbedingt gekündigt werden. 200 weitere Arbeitsplätze sollen durch natürliche Fluktuation und andere sozialverträgliche Maßnahmen abgebaut werden.

Im April dieses Jahres hatte Schott bereits die Bildröhrenproduktion in Mainz geschlossen. Damals wurden 400 Beschäftigte in eine Qualifizierungsgesellschaft überführt. Die Maßnahme läuft noch bis 2005.

Offenbar schreibt der Fernsehbereich bei Schott seit längerem rote Zahlen. Die Produktion ist seit einiger Zeit nicht mehr ausgelastet, weil die Fernsehindustrie Glasteile zunehmend von preisgünstigeren Zulieferern aus Asien bezieht.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.