Teurer Strom Vattenfall erhöht die Preise

Vattenfall-Kunden in Berlin und Hamburg müssen künftig tiefer in die Tasche greifen. Der nordostdeutsche Stromkonzern will zum 1. Januar 2005 die Strom- und Netzpreise anheben.

Berlin - Die Vattenfall-Töchter HEW in Hamburg und die Berliner Bewag werden bei den Preisgenehmigungsbehörden eine Erhöhung ihrer Strompreise von im Schnitt vier bis sechs Prozent beantragen, teilte das Unternehmen am Freitag in Berlin mit. Für einen durchschnittlichen Haushaltskunden würde dies den Angaben zufolge ein Plus von zwei bis drei Euro im Monat bedeuten.

Darüber hinaus hält Vattenfall Europe  auch eine Anhebung bei den Netznutzungsentgelten für notwendig. Dies werde die privaten Haushalte mit weniger als 0,5 Cent je Kilowattstunde belasten.

Der Versorger begründete die Erhöhung mit den "politisch verursachten Zusatzlasten für den Klimaschutz und stark gestiegenen Strombezugspreisen". An der Strombörse EEX in Leipzig seien die Bezugspreise allein in den vergangenen zwölf Monaten um 40 Prozent gestiegen, erklärte Vattenfall-Chef Klaus Rauscher.

Den Preisaufschlag bei der Netznutzung hatte Vattenfall bereits angekündigt. Dennoch dürfte die aktuelle Ankündigung erneut die Debatte um hohe Strompreise anheizen. Unternehmen und Privatkunden werfen den großen Versorgern derzeit vor, die Preise in einer konzertierten Aktion anzuheben.

Damit wollen sich die Konzerne demnach in eine bessere Ausgangslage für die bevorstehende Neuordnung des Energiemarktes bringen. So wird ab kommendem Jahr eine Regulierungsbehörde den Tarif der Anbieter überprüfen können.