US-Automarkt Viele Verlierer, wenige Gewinner

Der Autoabsatz in Nordamerika bricht ein. Auf dem wichtigsten Markt mussten die meisten Hersteller massive Verluste hinnehmen. Die deutschen Autobauer schlugen sich mit wenigen Ausnahmen wacker.

Hamburg - Der gesamte US-Markt schrumpfte im August um 5 Prozent auf 1,43 Millionen Fahrzeuge. Der Einbruch hinterließ deutliche Spuren in den Büchern der Hersteller.

Zum Beispiel bei DaimlerChrysler : Die Stuttgarter haben im August in den USA deutlich weniger Autos verkauft. Wie der Konzern am Mittwoch mitteilte, ging der Absatz um sechs Prozent auf 196.018 Pkw zurück. Im August vergangenen Jahres wurden noch 207.971 Einheiten verkauft.

Wie es weiter hieß, verzeichnete die Chrysler Group einen Absatzrückgang von 6 Prozent - und zwar auf 178.034 Einheiten. Mercedes-Benz USA habe dagegen mit 17.984 Fahrzeugen zwei Prozent mehr als im Vorjahr verkauft.

Finster sieht es auch bei Ford  aus. Der US-Autobauer hat in den USA im vergangenen Monat ebenfalls deutlich weniger Fahrzeuge abgesetzt. Nach Angabe des Konzerns ist der Absatz der Marken Ford, Mercury, Lincoln, Jaguar, Volvo, und Land Rover insgesamt um 13 Prozent auf 271.394 Fahrzeuge zurückgegangen. Von Januar bis August setzte der drittgrößte Autobauer der Welt in den USA 2,25 Millionen Fahrzeuge ab und blieb damit um 5 Prozent hinter dem Vorjahresniveau zurück.

Auch der Absatz des weltgrößten Autobauers General Motors  ist im August gesunken. So wurden mit 406.623 Fahrzeugen 7 Prozent weniger an Kunden ausgeliefert als noch im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dabei fiel der Rückgang bei den Nutzfahrzeugen (minus 10 Prozent) noch deutlicher als bei den Pkw (minus 2 Prozent) aus.

Der große Verlierer bei den deutschen Marken ist Volkswagen mit einem Einbruch von rund 30 Prozent auf 23.000 Fahrzeuge im August und 14 Prozent auf 175.000 über das Jahr gesehen. Hier zeigt sich vor allem die Auswirkung der alternden Modelle. Nobeltochter Audi meldete ebenfalls schwache Zahlen: Im August verringerte sich der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 20 Prozent auf 6500 Fahrzeuge.

BMW und Porsche glänzen mit Absatzplus

Es gibt aber auch Gewinner: So hat Porsche  Grund zum Feiern. Der Sportwagenspezialist hat im August in Nordamerika mehr Fahrzeuge verkauft als vor Jahresfrist.

In den USA und Kanada seien im abgelaufenen Monat 2698 Fahrzeuge ausgeliefert worden, teilte Porsche mit. Das entspreche gegenüber dem Vorjahresmonat einem Plus von 13 Prozent.

Ausschlaggebend für den anhaltenden Verkaufserfolg war erneut der Geländewagen Cayenne, der Rückgänge im Geschäft mit den Sportwagenmodellen 911 und Boxster mehr als ausglich. Eine hohe Nachfrage verzeichnete das neue 911er-Modell, von dem seit der Markteinführung am 28. August den Angaben zufolge bereits 386 Einheiten verkauft wurden.

BMW  brachte es im amerikanischen Markt unter Einschluss der BMW- und der Mini-Modelle im Berichtsmonat auf einen Gesamtabsatz von 24.501 Autos, ein Plus von 6,2 Prozent.

BMW lieferte dort seit Jahresbeginn 192.233 Autos aus, plus 3,2 Prozent. Das Unternehmen profitierte von dem X3-Geländewagen und den Sechsermodellen. Dagegen verlor BMW mit seinen anderen Serien im August an Boden.

Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.