VW Zurück auf dem Spitzenplatz in China

Zum Sommeranfang musste sich der Wolfsburger Autobauer auf dem chinesischen Markt noch von General Motors überholen lassen. Doch über die Preisschraube gelangte VW wieder auf den 1. Platz unter den absatzstärksten Marken. Für Skoda und Audi werden unterdessen angeblich neue Produktionen in Indien und Thailand geplant.

Schanghai - Das Gemeinschaftsunternehmen Schanghai Volkswagen (SVW)  hat im August seine Marktführerschaft in China verteidigen können. "Wir sind zuversichtlich, dass wir dieses Jahr mit einem leichten Wachstum abschließen werden", sagte SVW- Vorstandsmitglied Jörg Blecker am Mittwoch in Schanghai.

Nachdem der US-Autobauer General Motors  das Gemeinschaftsunternehmen im Juni von dem Spitzenplatz in China gedrängt hatte, konnte Schanghai Volkswagen den Platz dank einer Preisoffensive im Juli wieder zurückerobern und im August mit dem Absatz von 26.034 Autos auch halten. Seit Januar verkaufte Schanghai Volkswagen insgesamt 233.206 Fahrzeuge.

"Der chinesische Markt wird trotz Wachstum zunehmend enger. Wir setzen weiterhin auf qualitatives Wachstum und Kostenreduzierungen", sagte Blecker für SVW.

Absatzsteigerung um 100.000 Fahrzeuge

Mit seinen beiden Joint Venture in Schanghai und in Changchun in Nordostchina rechnet der Konzern im Gesamtjahr mit einer Absatzsteigerung in China auf 700.000 bis 800.000 Fahrzeuge, wie der Vorstandsvorsitzende Bernd Pischetsrieder kürzlich gesagt hatte. Im vergangenen Jahr lag der Absatz bei 697.000 Autos. Im ersten Halbjahr 2004 hatte Volkswagen erstmals einen Absatzeinbruch in China erlebt, wo sich die internationalen Autobauer derzeit eine Preisschlacht liefern.

Parallel meldet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ), dass die Tochtermarken des Volkswagen-Konzerns ihre Position im südlichen Asien ausbauen wollen.

Während VW selbst noch keinen Fertigungsstandort in Indien bekannt gegeben hat, will Skoda dort deutlich wachsen. Die VW-Tochter hat dort bislang dort 100 Millionen Euro investiert. Die Entscheidung über den Produktionsstandort Audis  in der Region soll bis zum Spätherbst bekannt gegeben werden. Dabei präferiert Audi laut Bericht Thailand. Ein Audi-Sprecher sagte daraufhin am Mittwoch, der Ingolstädter Konzern habe noch keine Entscheidung über einen Produktionsstandort in Südostasien getroffen.

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