Managerhaftung Fischer begrüßt Verschärfung

Thomas Fischer, Vorstandschef der WestLB, unterstützt die von der Bundesregierung geplante Verschärfung der Managerhaftung. Wer Bezüge wie in den USA fordere, müsse auch ähnliche Verantwortung übernehmen.

Hamburg - "Die Stoßrichtung ist richtig und gut. Das ist eine Sache, die wir schon längst hätten machen müssen", sagte Fischer der "Financial Times Deutschland". Mit Blick auf den von deutschen Vorständen immer wieder genutzten Vergleich mit den hohen Bezügen von US-Managern fügte Fischer hinzu: "Wer bei den Gehältern amerikanische Verhältnisse haben will, muss auch bei den Konsequenzen Homogenität anstreben. Es kann nicht sein, dass deutsche Manager selektiv globalisieren und dabei die unangenehmen Teile ausklammern."

Mit seinen Äußerungen stellt sich der WestLB-Chef hinter die Absicht der Bundesregierung, Vorstände und Aufsichtsräte für falsche Informationen persönlich haftbar zu machen. Nach dem Entwurf für ein Kapitalmarktinformationshaftungsgesetz sollen Aktionäre von ihnen Schadensersatz fordern können, wenn sie vorsätzlich oder grob fahrlässig in der Öffentlichkeit falsche Angaben machen.

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