Ikea Billy bald billiger

Dem Möbelhaus macht die Konsumflaute in Deutschland offenbar zu schaffen. Nun will Ikea die Preise für neue und alte Möbel senken, um den Absatz in die Höhe zu treiben.

Frankfurt/Main - Schwedens Einrichtungsgigant Ikea will massiv die Preise in Deutschland senken, um die Folgen der Konsumflaute aufzufangen. Damit wolle das Unternehmen seinen Möbelabsatz im neuen Geschäftsjahr, das am 1. September beginnt, um 25 Prozent steigern, berichtete das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL. Neue Möbel sollen wesentlich aggressiver im Markt eingeführt werden.

Auch bei bestehenden Produktlinien wie beispielsweise Billy, Ingo oder Faktum, deren Preise in den vergangenen Jahren deutlich angehoben wurden, werde über Nachlässe ab September nachgedacht. Ikea wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen.

Nach Angaben des Magazins hatte vor kurzem das Europäische Verbraucherzentrum für Aufsehen gesorgt, weil sich bei einem Ländervergleich herausstellte, dass Kunden in den deutschen Ikea-Häusern bei vielen Produkten mehr als in Nachbarländern wie Polen oder den Niederlanden zahlen müssen.

Damit habe die Preissenkung jedoch nichts zu tun, sagte eine Ikea-Sprecherin dem SPIEGEL zufolge. Die Unterschiede bei den Verkaufspreisen zwischen den einzelnen Ländern beruhten auf den unterschiedlichen Lohn- und Standortkosten in Europa und würden auch weiter bestehen bleiben.

Im Geschäftsjahr 2002/2003 (Ende August) hat Ikea mit 76.000 Mitarbeitern und 186 Warenhäusern einen Konzernumsatz von 11,3 Milliarden Euro erreicht. Deutschland ist mit 33 Häusern und 20 Prozent des Gesamtumsatzes der größte Einzelmarkt.

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