Donnerstag, 27. Juni 2019

Ahold Der Betrug hat ein Nachspiel

Der Handelskonzern Ahold hat den Bilanzskandal vom Vorjahr mit Blessuren überstanden. Nun aber werden in den USA die strafrechtlichen Verfahren vorbereitet, in denen sich eine Reihe damaliger Führungskräfte verantworten müssen.

Brüssel - Nach dem Bilanzskandal beim niederländischen Handelskonzern Ahold Börsen-Chart zeigen stehen nach einem Pressebericht die ersten strafrechtlichen Klagen in den USA kurz bevor. Das berichtet das "Wall Street Journal Europe".

 Erste außergerichtliche Einigungen vereinbart: Ex-Ahold-Manager vor Gericht
Erste außergerichtliche Einigungen vereinbart: Ex-Ahold-Manager vor Gericht
So habe sich bereits am Freitag ein Manager der US-Tochter Foodservice wegen Insiderhandels und Wertpapierbetrug schuldig bekannt, schreibt die Zeitung ohne die Quelle zu nennen. Im Gegenzug sei eine strafmindernde Vereinbarung geschlossen worden, die demnächst bekannt gegeben werden solle.

Die Ankläger wollen laut "Wall Street Journal" nun weitere Führungskräfte von Foodservice wegen der Verschwörung zum Wertpapierbetrug anklagen. Insgesamt bezifferten die Ankläger den Schaden für die Investoren auf 6 Milliarden US-Dollar.

Ahold war im Jahr 2003 wegen Bilanzfälschungen bei mehreren Töchtern in die Schlagzeilen geraten. Die US Foodservice war der Dreh- und Angelpunkt des Bilanzskandals beim Mutterkonzern. Der Chef der amerikanischen Tochter, Jim Miller, war daraufhin zurückgetreten.

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