Champions League der Konzerne Wir sind die Größten

In einer Studie für das manager magazin hat die Investmentbank CSFB Konzerne aus 16 globalen Branchen verglichen. Das Ergebnis: Deutsche Konzerne zählen zwar beim Umsatz zur Weltspitze, fallen aber im Vergleich der Rendite auf die hinteren Ränge zurück. Wo Daimler, Siemens und Co. stehen, zeigen die Rankings.
Von Henrik Müller und Jochen Eversmeier

Hamburg - Kaum ein anderes Land beheimatet so viele bedeutende Konzerne wie Deutschland. In vielen Branchen besetzen sie international führende Positionen. Dies zeigt eine exklusive Studie der Schweizer Großbank CSFB für das manager magazin.

Immerhin sechs deutsche börsennotierte Großunternehmen belegten Ende 2003 in ihren jeweiligen Branchen gemessen am Umsatz den 1. Rang: nämlich die Deutsche Post (Kurswerte anzeigen), Lufthansa (Kurswerte anzeigen), Siemens (Kurswerte anzeigen), Tui (Kurswerte anzeigen), RWE (Kurswerte anzeigen)und BASF (Kurswerte anzeigen).

Weitere 14 Konzerne notieren beim Umsatz unter den globalen Top Ten der jeweiligen Branche. Neben dem ehemaligen Staatsmonopolisten Deutsche Telekom (Kurswerte anzeigen), sind darunter gleich mehrere Unternehmen aus den Branchen Auto, Versorger, Chemie und Versicherungen.

Deutlich schlechter ist die Lage bei den Gewinnen. Hier finden sich die meisten deutschen Konzerne auf hinteren Rängen der globalen Champions League. Die CSFB-Experten folgern daraus, deutsche Manager seien auf schiere Größe fixiert, "um den Preis der Profitabilität".

Es gibt aber auch löbliche Ausnahmen: Puma  belegt bei der Profitabilität Rang 1 unter allen global bedeutenden Modeunternehmen (bei der Umsatzgröße Rang 23). Porsche  schafft es in punkto Rendite auf einen respektablen 8. Rang der internationalen Autobranche (Rang 21 beim Umsatz). Auch die Deutsche Post  schneidet mit Rang 3 unter den 16 größten Logistikunternehmen gut ab.

Die CSFB-Experten haben auch die von den Börsen für die Zukunft erwartete Profitabilität der Konzerne berechnet. Hier stechen vor allem SAP  und Fresenius Medical Care  heraus: Der nach Umsatz drittgrößte Softwareproduzent der Welt schneidet bei der gegenwärtigen Rendite nur mittelprächtig ab, der Markt erwartet aber einen Anstieg auf Rang 3 (unter 23 Weltkonzernen der Branche); für Fresenius Medical Care, derzeit auf Platz 12 in der Healthcare-Provider-Branche, erwartet der Markt eine deutliche Steigerung auf Rang 2 von 20 Unternehmen.

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