WestLB Boullioun vor dem Abflug

Die WestLB arbeitet weiter an der Bereinigung der riskanten Beteiligungsstruktur. Wie die Bank am Freitag mitteilte, will sie die Flugzeug-Leasing-Sparte Boullioun Aviation Services verkaufen.

Hamburg - Die Flugzeug-Leasing-Sparte werde im Zuge der Neustrukturierung der angeschlagenen WestLB veräußert und könnte zwischen 300 und 400 Millionen Dollar einbringen. Dies berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD) unter Berufung auf informierte Kreise.

Ein WestLB-Sprecher bestätigte die Verkaufsabsichten gegenüber manager-magazin.de. "Wir sondieren den Markt", hieß es. Offen ist demnach, ob das Unternehmen in Teilen oder komplett veräußert wird. Zu konkreten Gesprächen oder dem angepeilten Erlös wollte sich die Bank nicht äußern.

Die Landesbank hat laut "FTD" die Citigroup  mit der Ausarbeitung strategischer Initiativen beauftragt, zu denen der vollständige oder teilweise Verkauf gehören. Nächste Woche will die WestLB einen Verkaufsprospekt an potenzielle Käufer verschicken, heißt es in dem Bericht.

Die Landesbank dürfte bestrebt sein, den Verkauf noch vor Ende des Jahres abzuschließen, um ihre Bilanz zu verbessern. Bereits im Dezember 2003 forderte die Finanzaufsicht BaFin die WestLB auf, für Boullioun eine Risikovorsorge über 416 Millionen Euro zu treffen. Die Landesbank hatte die Gesellschaft im Jahr 2000 von der Deutschen Bank  gekauft. Der Preis lag bei für 1,2 Milliarden Dollar.

Als möglicher Käufer gilt Debis Airfinance. Die Leasinggesellschaft gehört zu 45 Prozent DaimlerChrysler . Durch eine Übernahme würde die weltweit drittgrößte Flugzeug-Leasinggesellschaft entstehen.

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