LBBW/LRP Landesbanken-Ehe abgesegnet

Der Verwaltungsrat des Sparkassen- und Giroverbandes Rheinland-Pfalz hat grünes Licht für den Verkauf der rheinland-pfälzischen Landesbank an die Landesbank Baden-Württemberg gegeben.

Mainz/Stuttgart - Der Verwaltungsrat empfahl am Mittwoch in Mainz der am 16. Juli tagenden Verbandsversammlung, der geplanten 100-prozentigen Übernahme durch die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zuzustimmen. Die rheinland-pfälzische Landesbank (LRP) soll nun zum 1. Januar 2005 von der LBBW übernommen werden, behält aber Namen und Standort.

"Der Verwaltungsrat ist der Auffassung, dass durch die Einbindung der LRP in den LBBW-Konzern der Standort Mainz und möglichst viele der derzeit 1950 Arbeitsplätze im Konzern gesichert werden können", hieß es nach der Sitzung. Ziel sei es, bis November dieses Jahres einen endgültigen Beschluss über die Strukturveränderung herbeizuführen.

Bisher hält der Sparkassen- und Giroverband Rheinland-Pfalz 80 Prozent der Anteile an der LRP. Die LBBW kontrolliert bereits jetzt 20 Prozent.

Der Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Rheinland-Pfalz, Hans Otto Streuber, wurde beauftragt, die Einzelheiten der neuen Eigentümerstruktur mit der LBBW und deren Trägern entscheidungsreif zu verhandeln. Dabei geht es auch um Preis.

Insider bezifferten bislang den heutigen Veräußerungswert der LRP auf mehr als eine Milliarde Euro. Im Zuge der Übernahme durch die LBBW soll kein Bargeld fließen. Die rheinland- pfälzische Sparkassenorganisation soll Anteile an der LBBW erhalten. Nach noch unbestätigten Informationen geht es dabei um fünf bis sieben Prozent.