Fraspa Sparkassenverband will die Mehrheit

In einem internen Positionspapier soll der Sparkassenverband Hessen-Thüringen bekundet haben, einen Anteil von "mindestens 51 Prozent" an der Fraspa übernehmen zu wollen. Die Stadt Frankfurt und der größte Eigner, die Polytechnische Gesellschaft, sollen aber weiter beteiligt bleiben.

Frankfurt - Der Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen will dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe) zufolge die Mehrheit an der angeschlagenen Frankfurter Sparkasse (Fraspa) übernehmen.

In einem internen Positionspapier des Verbands heiße es, Sonderwege der Fraspa und das Eingehen unangemessener Risiken im Großgeschäft müssten künftig vermieden werden. Um dies erreichen zu können, solle die Sparkassenorganisation "mindestens 51 Prozent" der Stimmrechte übernehmen.

Die Fraspa ist eine der wenigen freien Sparkassen. Eigentümer des Instituts ist bislang mit 60 Prozent die Polytechnische Gesellschaft, ein privater Verein verdienter Bürger. In dem Verein tobt seit Monaten ein Kampf darum, ob die Anteile an der Fraspa verkauft werden sollen oder nicht. Zweiter Eigentümer mit einem Anteil von 40 Prozent ist die Stadt Frankfurt.

In dem Positionspapier des Verbands heiße es weiter, dass sowohl die Stadt als auch der Verein an der Fraspa beteiligt bleiben sollten. Die Stadt hatte bisher signalisiert, dass sie sich einen kompletten Verkauf ihres Anteilspakets vorstellen könne. Um von null auf 51 Prozent der Anteile an der Fraspa zu kommen, könne sich der Sparkassenverband die Beteiligung an einer Kapitalerhöhung vorstellen. Dabei werde eingeräumt, dass "erhebliche Anstrengungen notwendig seien, diese zu finanzieren".

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