Sonntag, 25. August 2019

BMW Der Mini bleibt "very British"

Weil der Kultkleinwagen sich weiter bestens verkauft, prüft BMW den Ausbau des Mini-Werks in Oxford. Damit erteilt der Münchener Autobauer Spekulationen eine Absage, wonach für die Produktion ein neuer Standort außerhalb Englands geplant wird.

Düsseldorf/Shenyang - Angesichts der hohen Nachfrage nach dem Mini werde der Konzern nicht ohne "weitere substanzielle Investitionen" in Oxford auskommen, sagte ein BMW-Sprecher dem "Handelsblatt". Das Werk werde schon in 2004 seine Kapazitätsgrenze von rund 180.000 Fahrzeugen erreichen. Über die Größenordnung der Investition machten die Münchener keine genauen Angaben.

Mini von BMW: "Wir bleiben im Ursprungsland"
Vom Tisch sind demnach Überlegungen, wonach BMW Börsen-Chart zeigen einen weiteren Produktionsstandort für den Kleinwagen aufbauen will. "Wir bleiben im Ursprungsland des Mini", zitiert das Blatt den Sprecher.

Seit dem Verkauf von Rover hat BMW in Oxford gut 415 Millionen Euro investiert. Die Ausweitung der Produktion und die damit benötigte neue Lackiererei dürften noch mal einen dreistelligen Millionenbetrag erfordern.

Werkseröffnung in China

Unterdessen will BMW auch sein China-Geschäft forcieren und dadurch vom schnellen Wachstum des dortigen Automarkts profitieren. Mit dem neuen Werk in Shenyang im Nordosten des Landes sei BMW "bestens vorbereitet auf die zukünftigen Herausforderungen", erklärte Vorstandschef Helmut Panke zur Werkseröffnung am Donnerstag.

BMW und der Joint-Venture-Partner Brilliance China Automotive Holdings würden bis 2005 zunächst 450 Millionen Euro investieren. Mittelfristig sei dort die Produktion von jährlich rund 30.000 Fahrzeugen der 3er- und 5er-Reihe geplant.

In den ersten vier Monaten dieses Jahres habe BMW seinen Absatz in China auf Jahressicht um 41,4 Prozent auf 8580 Fahrzeuge gesteigert, hieß es weiter. In Asien insgesamt sei der BMW-Absatz um 17,4 Prozent auf 29.799 Fahrzeuge gestiegen.

Unverändert strebt das Unternehmen im Jahr 2008 einen Asien-Absatz von 150.000 Fahrzeugen an. Im vergangenen Jahr verkaufte BMW 93.000 Autos auf dem Kontinent.

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