Banken Mehr Jobs bei Coba und Barclays

Positive Signale aus der City - sowohl die Commerzbank als auch Barclays Capital wollen im Investmentbanking neue Stellen schaffen. Die Briten möchten das Personal sogar um über 50 Prozent aufstocken.

Düsseldorf/London - Die Commerzbank  will den Sparkurs beenden und im Investmentbanking wieder in die Offensive gehen. "In diesem Jahr liegt der Fokus auf der weiteren Steigerung der Einnahmen und weniger auf der Restrukturierung", sagte der für das Investmentbanking zuständige Vorstand Mehmet Dalman dem "Handelsblatt". Er kündigte an, in ausgewählten Kernbereichen wieder neue Mitarbeiter einzustellen.

Trotzdem wolle die Commerzbank das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen auf den eigenen Kundenstamm begrenzen. "Wir wollen nicht mit den Morgan Stanleys dieser Welt mithalten", betonte Dalman. Stattdessen konzentriere sich das Geldhaus bei der Fusionsberatung auf den deutschen Mittelstand.

Auch die britische Investmentbank Barclays Capital will die Zahl ihrer Mitarbeiter erhöhen. Zu den bisher 5500 Angestellten der Tochter der Barclays Bank  sollen in drei Jahren 3000 dazu kommen. Dies berichtet die Tageszeitung ebenfalls in ihrer Mittwochausgabe unter Berufung auf Londoner Finanzkreise. Barclays Capital wollte die Zahl nicht bestätigen. Eine Sprecherin sagte aber, man befinde sich auf Wachstumskurs.

Wie es in dem Bericht weiter heißt, sei die Einstellungswelle möglicherweise ein Zugeständnis an den Chef von Barclays Capital, Bob Diamond. Dieser war im Machtkampf um die Nachfolge von Barclays-Chef Matt Barrett nicht zum Zuge gekommen.