Werftenverbund Jede zehnte Stelle vakant

Die größte deutsche Werft HDW wird nach der Übernahme durch ThyssenKrupp die Zahl der Arbeitsplätze auf 8300 senken. Damit fallen, so ein Medienbericht, tausend Stellen weg. Für die Gewerkschaften scheint das aber kein Grund für Proteste zu sein.

Düsseldorf / Hamburg - Nach der Übernahme der Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) durch den Essener Industriekonzern ThyssenKrupp sollen nach Medieninformationen mehr als 10 Prozent der Stellen wegfallen. Ersten Schätzungen zufolge würden rund 1.000 der 9.300 Arbeitsplätze gestrichen, berichtete die Tageszeitung "Die Welt" in ihrer Dienstagausgabe aus informierten Kreisen.

"Das Zusammengehen mit den Werften von ThyssenKrupp wird mit Sicherheit Stellen kosten", zitierte die Zeitung Ernst August Kiel, den Betriebsratschef der HDW. Konkrete Zahlen habe der Arbeitnehmervertreter allerdings nicht nennen wollen. "Wir wissen allerdings noch nicht, wie viele es sein werden", sagte Kiel.

Trotz des Stellenabbaus sähen die Gewerkschaften mehr Chancen als Risiken durch die Verbindung: "Wir können jetzt im Wettbewerb stärker auftreten und müssen uns nicht mehr die Aufträge abjagen", so Kiel.

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