Allianz Dresdner Bank macht wieder Freude

Der Gewinn des Finanzkonzerns fällt höher aus als erwartet. Grund ist die Banksparte mit der Dresdner Bank, die erstmals seit Herbst 2002 wieder Geld verdient. Im kommenden Jahr soll die Dresdner Bank rund 700 Millionen Euro Gewinn beisteuern.

München - Nach Steuern habe der Konzerngewinn der Allianz 675 Millionen Euro betragen, teilte die Allianz am Freitag mit. Im Vorjahr war noch ein Verlust von 546 Millionen Euro angefallen. Die Banksparte wies mit einem Quartalsgewinn von 70 Millionen Euro erstmals seit dem dritten Quartal 2002 wieder schwarze Zahlen aus. Die Dresdner Bank, die den Großteil des Bankgeschäftes bei der Allianz ausmacht, trug dazu einen Gewinn von 102 Millionen Euro bei.

Anfang Mai hatte die Allianz auf der Grundlage vorläufiger Zahlen bekannt gegeben, dass der Konzerngewinn im ersten Quartal etwa 650 Millionen Euro betragen habe. Der Zuwachs um 25 Millionen gegenüber der ersten Schätzung ist vor allem auf das Ergebnis der Dresdner Bank zurück zu führen.

Controlling-Vorstand Helmut Perlet erklärte, in den ersten drei Monaten hätten alle Geschäftssegmente die Ertragskraft der Allianz gestärkt. "Wir sind auf einem nachhaltig profitablen Kurs", sagte er. Die Banksparte der Allianz soll im gesamten Jahr 2004 ohne Berücksichtigung von Restrukturierungskosten eine schwarze Null schreiben. Die Aktie der Allianz  zeigte sich am Freitag behauptet.

Schwarze Null für 2004

Im Vorjahresquartal hatte die Banksparte noch einen Verlust von 424 Millionen Euro verbucht. Die operativen Erträge der Dresdner Bank - die Summe aus Zins-, Provisions- und Handelsergebnis - gaben im Auftaktquartal allerdings wegen des planmäßigen Abbaus der Risikoaktiva auf 1,664 (Vorjahr 1,893) Milliarden Euro nach.

Die Allianz peilt für die Dresdner Bank eine weitere Steigerung des Ergebnisses an. 2005 werde ein Gewinn von 650 bis 700 Millionen Euro angepeilt, sagte Perlet in einer Telefonkonferenz am Freitag in München. Die Grundlage dafür sei das Ziel, bei der Dresdner Bank die Kapitalkosten zu verdienen.

Versicherungssparte verbessert

In der Versicherungssparte verbesserte sich die Schaden-Kosten-Quote der Schaden- und Unfallversicherung - das Verhältnis zwischen Aufwendungen für Schäden und Kosten zu den Prämieneinnahmen - weiter auf 95,8 nach 97,7 Prozent im Vorjahr. Bei Quoten unter 100 Prozent sind die Aufwendungen bereits durch die Prämieneinnahmen gedeckt. Die Prämieneinnahmen im Versicherungsgeschäft insgesamt blieben in etwa unverändert.

Eine Prognose für den Gesamtkonzern für 2004 legte die Allianz nicht vor. "Unter der Voraussetzung, dass es nicht zu einem Rückschlag an den Kapitalmärkten kommt und sich keine tiefgreifenden Änderungen des Geschäftsumfelds ergeben, gehen wir davon aus, dass wir unsere Ergebnisziele erreichen werden", hieß es im Zwischenbericht für die Aktionäre.

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