Mitsubishi US-Investor vor der Tür?

Die Sanierungsgelder für den angeschlagenen Autokonzern sollen offenbar nicht nur von anderen Konzernsparten geschultert werden. Ein Viertel der benötigten 400 bis 500 Milliarden Yen möchte offenbar Ripplewood Holdings aus New York beisteuern.

Tokio - Der japanische Autobauer Mitsubishi Motors Corp. (MMC) hat eine Stellungnahme zu Spekulationen über einen Einstieg der US-Investmentgesellschaft Ripplewood Holdings L.L.C. abgelehnt. Derzeit werde an einem Sanierungsplan gearbeitet, teilte Mitsubishi am Donnerstag in Tokio mit. Vor Veröffentlichung der Details in diesem Monat werde das Unternehmen Gerüchte aber nicht kommentieren.

Die Zeitung "Sankei" hatte über angebliche Einstiegsverhandlungen berichtet. Im Falle einer Einigung sollte Ripplewood 100 Milliarden Yen (rund 740 Millionen Euro) zur Sanierung des angeschlagenen Autobauers bereitstellen.

Der Gesamtbedarf wird auf 400 bis 500 Milliarden Yen geschätzt. MMC setzt dem Bericht zufolge nicht nur auf Kapital aus der Mitsubishi-Firmengruppe, sondern auch von außerhalb. Auch über einen Austausch von Schulden gegen Aktienkapital werde nachgedacht.

Ende April war DaimlerChrysler  überraschend aus der weiteren Finanzierung seines japanischen Partners ausgestiegen. Der Konzern hält aber an seinem Anteil von derzeit 37 Prozent an Mitsubishi Motors fest, gemeinsame Projekte sollen fortgesetzt werden.

Timothy C. Collins, Gründer und CEO von Ripplewood, investiert seit einigen Jahren verstärkt in Japan. Der Kauf der Shinsei-Bank war dabei das bisher aufsehenerregendste Engagement.

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