ING BHF-Bank Hunderte Stellen in Gefahr

Das Geschäft mit Firmenkunden war bei der BHF-Bank zuletzt der größte Verlustbringer. Jetzt will die niederländische Mutter ING den Bereich drastisch verkleinern.

Frankfurt/Main - Unternehmenssprecher Jürgen Heine bestätigte gegenüber dem "Handelsblatt", dass eine Strategieänderung, wie sie die ING BHF-Bank plane, "nicht ohne Stellenabbau funktioniert." Die nötigen Entlassungen sollen demnach bis Ende 2004 vollzogen werden. Er wolle der Aufsichtsratssitzung am 4. Juni aber nicht vorgreifen.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte am vergangenen Freitag unter Bezug auf Unternehmenskreise berichtet, dass die Zahl der gewerblichen Kreditkunden von 1100 auf 150 gesenkt werden solle. 300 bis 500 Stellen fielen weg.

Die Bank hatte bereits in den vergangenen zwei Jahren 500 Mitarbeiter abgebaut und beschäftigt derzeit noch 2600 - etwa 500 davon im Firmenkundengeschäft. "Es ist richtig, dass wir uns künftig auf wenige Großkunden beschränken möchten, bei denen Kredite nur einen Teil der Geschäftsbeziehungen ausmachen. Das Gros der aktuellen Kunden wird nicht mehr in das Zielraster der Bank passen", sagte Sprecher Heine.