Dienstag, 28. Januar 2020

BMW "Die Öffentlichkeit nicht gut vorbereitet"

Trotz der anhaltenden Kritik am Design des Siebener-BMW glaubt Konzernchef Helmut Panke nicht, dass Konkurrent Audi bei den Zulassungen an den Münchenern vorbeiziehen wird.

München - BMW-Chef Helmut Panke hat Fehler beim Design des Siebener-BMW eingeräumt. "Wir haben die Öffentlichkeit auf den Designwechsel nicht gut genug vorbereitet", sagt Panke der Zeitung "Welt am Sonntag". Zum Teil seien die Kunden in Deutschland irritiert. Das müsse man ändern. Trotzdem sei der Wechsel notwendig gewesen. "Wir wollten die neue Technik auch durch eine neue Designsprache dokumentieren."

 Helmut Panke: "Auch Ende dieses Jahres werden wir klar vor den Kollegen aus Ingolstadt liegen"
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Helmut Panke: "Auch Ende dieses Jahres werden wir klar vor den Kollegen aus Ingolstadt liegen"
Kunden wird BMW Börsen-Chart zeigen nach Einschätzung Pankes durch das neue Design des Siebener nicht verlieren. "Das wird nicht passieren." Er gehe auch nicht davon aus, dass Audi mit seinen neuen Modellen A8 und A6 den weißblauen Autobauer bei den Zulassungen überhole. "Auch Ende dieses Jahres werden wir klar vor den Kollegen aus Ingolstadt liegen", erwartet der BMW-Chef.

Für die Einführung eines BMW-Vans wollte Panke keinen konkreten Zeitpunkt nennen. Eine Markteinführung 2007 schloss er aber nicht aus. Eine konkrete Entscheidung sei jedoch nicht gefallen. "Die ersten Prototypen wurden mir und meinen Vorstandskollegen bereits präsentiert. Wir haben sie abgelehnt, weil sie zu wenig BMW-typisch waren", sagte Panke.

Weitere Modellreihe in Spartanburg

Das BMW-Werk in Spartanburg könnte neben dem Offroader X5 und dem Roadster Z4 langfristig Produktionsstätte für eine weitere Modellreihe werden, sagte BMW-Produktionsvorstand Norbert Reithofer unterdessen der "Automobilwoche" ebenfalls am Wochenende. "Das Werk hat eine große Zukunft." Er halte es für denkbar "von Kapazitäten auszugehen, die bei 200.000 oder größer liegen", erklärte Reithofer.

Umstrittenes Heck: Am Siebener-BMW scheiden sich die Geister
Im vergangenen Jahr wurden dem Bericht zufolge in dem US-Werk 166.090 BMW-Fahrzeuge hergestellt. "Die Wahrscheinlichkeit spricht eher dagegen, dass in diesem Werk immer nur zwei Modellreihen gebaut werden", sagte Reithofer. Für eine Ausweitung der Produktion in Spartanburg sprechen nach Aussagen von Werksleiter Helmut Leube die auf deutschem Niveau liegende Qualität, die gleichzeitig höhere Flexibilität der Arbeitszeiten und die günstigere Produktion im Dollarraum.

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