Arbeitslose Statistik-Trick verhindert Höchststand

Rund 4,4 Millionen Menschen waren im April in Deutschland ohne Arbeit. Nach Presseinformationen hat lediglich eine Änderung der Statistik verhindert, dass der höchste Stand seit Wiedervereinigung erreicht wurde.

Berlin - Die Zahl der Arbeitslosen sei im Vergleich zum April 2003 zwar um 65.000 auf 4,4 Millionen geschrumpft, meldet die Zeitung "Die Welt" vorab unter Berufung auf erste Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit.

Im Gegensatz zum Vorjahr würden in diesem Jahr allerdings rund 80.000 Arbeitslose in Trainingsmaßnahmen nicht mehr in der Arbeitslosen-Statistik auftauchen, hieß es weiter in dem Bericht. Ohne diese Änderung hätte die Arbeitslosigkeit im April den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht.

Gegenüber dem Vormonat sei die Zahl der Erwerbslosen um 117.000 (März 2004: 4,547 Millionen) gesunken. Experten machen dafür saisonale Gründe verantwortlich.

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