Auto-Streik Bei Fiat stehen alle Räder still

Weil die Arbeiter in einer süditalienischen Fiat-Dependance für mehr Lohn streiken, ist die Produktion bei dem Autobauer zunehmend gelähmt. Jetzt solidarisieren sich auch noch die Kollegen an anderen Standorten.

Rom - Der seit rund zehn Tagen dauernde Streik der Belegschaft eines Fiat-Werks im süditalienischen Melfi hat bisher zu einem Produktionsausfall von 21.000 Autos geführt. Dies berichtete die Zeitung "Il Sole 24 Ore" am Mittwoch.

Wegen fehlender Teilelieferungen seien mittlerweile fast alle Fiat-Werke in Italien durch die Blockaden lahm gelegt. In Melfi werden neben dem Fiat Punto vor allem Komponenten und Bleche für andere Fabriken hergestellt. Aus Solidarität mit den Kollegen in Melfi traten jetzt auch erstmals die Fiat-Mechaniker in ganz Italien vier Stunden lang in den Ausstand.

Die Melfi-Belegschaft fordert mehr Lohn und bessere Arbeitszeiten. Überstunden und Nachtarbeit würden nur ungenügend vergütet, heißt es. Am Mittwoch sollten die Verhandlungen zwischen dem Fiat-Management und den Metallgewerkschaften wieder aufgenommen werden.