Mitsubishi Jeder Zehnte zittert um seinen Job

Der angeschlagene DaimlerChrysler-Partner Mitsubishi Motors plant nach einem Pressebericht drastische Stellenstreichungen. Betroffen sollen davon vor allem Betriebsteile in Australien und Europa sein.

Tokio - Die geplante Umstrukturierung sehe die Streichung von weltweit 4500 Arbeitsplätzen oder zehn Prozent der Gesamtbelegschaft vor, berichtete die japanische Tageszeitung "Yomiuri Shimbun" am Dienstag. Mehr als 3000 Stellen sollen vor allem in Europa und Australien wegfallen.

Ein Sprecher bei Mitsubishi erklärte dazu in Tokio, man werde vor der außerordentlichen Hauptversammlung am 30. April nichts sagen. An dem Tag soll über den Weg zur Rettung des Unternehmens entschieden werden.

DaimlerChrysler , mit 37 Prozent größter Einzelaktionär bei Mitsubishi, hatte ein Team von ranghohen Managern unter Leitung von Smart-Chef Andreas Renschler nach Tokio geschickt, um einen Rettungsplan für den hoch verschuldeten Autobauer zu erarbeiten. Renschler gilt als Favorit für die Nachfolge des seit 2002 als Mitsubishi-Chef amtierenden Rolf Eckrodt.

Mitsubishi in der Krise

Der Rettungsplan sieht japanischen Medienberichten zufolge eine milliardenschwere Kapitalspritze vor, von der die Stuttgarter den Großteil übernehmen sollen. Im Zuge dieser Kapitalveränderung wolle DaimlerChrysler seinen Anteil am japanischen Partner auf eine Mehrheitsbeteiligung aufstocken.

Mitsubishi Motors ist der einzige große Autobauer Japans, der Verluste schreibt. Für die Wettbewerber Toyota , Nissan  und Honda  werden in diesem Jahr Rekordergebnisse erwartet. Mitsubishi dagegen braucht dringend frisches Geld für die Entwicklung neuer Automodelle und die Rückkehr in die Gewinnzone.