Betriebsrenten Alarm im Dax

Eine Studie zeigt: Beim Abbau ihrer Pensionsrisiken kommen die Dax-Konzerne nur langsam voran. Bei einigen Unternehmen, wie etwa ThyssenKrupp, hat sich die Situation demnach gegenüber dem Vorjahr sogar verschärft.

Berlin - Die 30 im Deutschen Aktienindex (Dax)  notierten Konzerne bekommen offenbar ihre Probleme bei den Pensionsverpflichtungen nicht in den Griff. Trotz kräftig gestiegener Börsenkurse habe sich das Defizit in den betrieblichen Rentenkassen gegenüber dem Vorjahr lediglich um fünf Prozent auf 114 Milliarden Euro verringert.

Europäische Konkurrenten konnten das Minus im Vergleich um 23 Prozent senken, schreibt die Tageszeitung "Die Welt" unter Berufung auf eine Studie der Allianz-Tochter Dresdner Kleinwort Wasserstein. Obendrein sei das kleine Minus von fünf Prozent auch nur auf eine Handvoll Unternehmen zurückzuführen, berichtet das Blatt. Bei 16 der 30 Dax-Gesellschaften habe sich die Situation im Vergleich zum Vorjahr sogar verschlechtert.

Am massivsten seien die Rentenprobleme bei ThyssenKrupp . Die Deckungslücke sei dort noch um 535 Millionen Euro auf 7,6 Milliarden Euro gewachsen. Nur wenig besser sieht es dem Bericht zufolge auch bei Lufthansa  und Volkswagen  aus.