Vereins- und Westbank Hamburg wird Vorstandssitz

Die HypoVereinsbank will ihre Hamburger Tochter zur Schaltstelle für das Geschäft in Nord- und Ostdeutschland ausbauen. Auf der Hauptversammlung der Vereins- und Westbank bestätigte Vorstandssprecher Schmittmann zudem Pläne zum Stellenabbau.

Hamburg - Die Integration der Hamburger Vereins- und Westbank (VuW) in das Münchener Mutterinstitut HypoVereinsbank  führt konzernweit zu einem Abbau von 500 bis 600 Stellen. Das sagte VuW-Vorstandssprecher Stefan Schmittmann am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Hamburg und bestätigte damit entsprechende Medienberichte vom Vortag.

Durch die Integration rechnet die HVB mit Synergien von 70 Millionen Euro pro Jahr. Davon entfällt ein großer Teil auf Personalkosten. Besonders betroffen vom Arbeitsplatzabbau sind Stabsfunktionen der Vereins- und Westbank, die künftig nicht mehr erforderlich sind oder von München aus erbracht werden.

Betriebsbedingte Kündigungen sollen so weit wie möglich vermieden werden, bekräftigte Schmittmann. Nach der rechtlichen Integration, die in der zweiten Jahreshälfte vollzogen sein soll, werde Hamburg Sitz von zwei Bereichsvorständen der HVB.

Von der norddeutschen Metropole aus würden zusätzlich zum bisherigen Marktgebiet der Vereins- und Westbank Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen verantwortet. Damit würde die Kundenzahl von derzeit 500.000 auf 900.000 steigen, sagte der Vorstandssprecher.