Ford Zulieferer unter Druck

Der Autobauer startet in Europa ein neues Sparprogramm. Nach Medienberichten plant Ford, sich dabei auf Kosten der Zulieferer zu sanieren. Der Konzern will offenbar Einsicht in die Kalkulationen seiner Lieferanten nehmen.

Hamburg - In der vergangenen Woche wurden dem Aufsichtsrat der Ford Werke in Köln, der größten europäischen Tochtergesellschaft des zweitgrößten Autoherstellers der Welt, Details zu dem neuen Kostensenkungsprogramm Team Value Management vorgestellt.

Ford will dabei offenbar auch Lieferanten dazu bringen, ihre Kalkulationen offen zu legen, schreibt die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Aufsichtsratskreisen. So hoffe das Unternehmen, die Preise für Zulieferteile drücken zu können, die nach Ansicht der Verantwortlichen mit einer zu hohen Gewinnmarge verkauft werden.

Ein Ford-Sprecher bestätigte, das Kostensenkungsprogramm sei Thema der Aufsichtsratsitzung gewesen. Dass Zulieferer Ford gegenüber ihre Kalkulationen offen legen müssen, wollte der Sprecher ausdrücklich nicht bestätigen.

Er machte jedoch klar, dass Kürzungen bei den Einkaufskosten ein zentraler Punkt von Team Value Management sind. Dabei gehe es auch darum, die Zulieferer zu beraten, sagte der Ford-Sprecher. "Diese Beratung bezieht sich natürlich auch auf die Bereiche Controlling und Finanzen." Das Programm laufe jedoch auf freiwilliger Basis. Kein Zulieferer würde zu etwas gezwungen.

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