Siemens Stärkere Vernetzung

Siemens-Chef Heinrich von Pierer will seinen Vertrieb neu ausrichten. Über Abteilungsgrenzen hinweg sollen künftig Komplettangebote gemacht werden. Ein Vorbild für diesen in der Konzerngeschichte einzigartigen Plan gibt es im eigenen Haus, die Initiative Siemens One in den USA.

Hamburg - Die Siemens AG  verändert ihre Vertriebsstruktur, um in Zukunft ihre unterschiedlichen Produkte besser gebündelt anbieten zu können. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die am Freitag (26. März) erscheint.

Demnach will Vorstandschef Heinrich von Pierer mit einer stärkeren Vernetzung der Angebotspalette der 13 Siemens-Geschäftsbereiche den Umsatz des Elektrokonzerns erheblich steigern. Vorbild für die Neustrukturierung des Vertriebs ist die in den USA erfolgreiche Initiative Siemens One.

Eine spezielle Verkaufsmannschaft offeriert dort Paketlösungen aus den diversen Konzernbereichen. Die Außendiensttruppe, die neben den bisher allein agierenden Verkäufern der einzelnen Sparten besteht, konnte bislang zusätzliche Aufträge im Wert von rund einer Milliarde Dollar generieren.

Nun soll nach Informationen von manager magazin auch in allen anderen großen Landesgesellschaften, in denen die Siemens-Bereiche getrennt auftreten, eine solche zusätzliche Vertriebsmannschaft aufgebaut werden.

Zusätzlich verändert Siemens auch das Incentive-System für die Außendienstmitarbeiter. Durch ein neues Bonussystem sollen auch die Verkäufer der einzelnen Sparten motiviert werden, bei ihren Kunden nicht nur ihr eigenes Sortiment zu offerieren, sondern auch auf geeignete Produkte der anderen Abteilungen hinzuweisen.

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