BNP Paribas Franzosen auf US-Einkaufstour

Die Pariser Großbank BNP Paribas macht sich in den Vereinigten Staaten breit. Ein großer Erfolg in dieser Strategie verspricht der Kauf der US-Bank Community First zu sein - zum Preis von 1,2 Milliarden Dollar aber auch ein großes Risiko.

Paris - Die französische Großbank BNP Paribas  übernimmt die US-amerikanische Bank Community First  für 1,2 Milliarden Dollar. Die US-Tochter von BNP Paribas, Banc West, habe dazu mit der an der US-Börse Nasdaq  notierten Community First eine "definitive Vereinbarung" erreicht, teilte der französische Konzern mit. Die Übernahme soll im dritten Quartal 2004 abgeschlossen werden.

"Diese Transaktion entspricht der Strategie von BNP Paribas zur Expansion im amerikanischen Filialkundengeschäft", kommentierte das französische Institut die Vereinbarung. Derzeit betreibt Community First 155 Filialen in 12 US-Bundesstaaten. Nach der Übernahme wird Banc West insgesamt in über 500 Filialen rund 3,4 Millionen Kundenkonten betreuen und damit im Westen der USA die siebtgrößte Geschäftsbank sein.

Der Kaufpreis von 1,2 Milliarden Dollar für 100 Prozent an Community First beinhaltet den Angaben zufolge einen 14-prozentigen Aufschlag auf den durchschnittlichen Schlusskurs der Community-First-Aktien in den vergangenen drei Monaten.

2003 verbuchte Community First einen Überschuss von 75 Millionen Dollar. Die Eigenkapitalrendite betrug stolze 20,5 Prozent. Die Eigenkapitalrendite (auch Return on Equity) ist die Kennziffer zur Ertragslage eines Unternehmens, die das Ergebnis im Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital darstellt. BNP Paribas erzielte 2003 einen Überschuss von 3,761 Milliarden Euro.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.