HVB Ohne Fleiß kein Weihnachtsgeld

Die Münchener HypoVereinsbank stellt das Vergütungssystem für ihre Tarifangestellten um. Das Fixgehalt der HVB-Mitarbeiter wird durch leistungsabhängige Komponenten ergänzt.

München - Die HypoVereinsbank (HVB)  führt für ihre 12.000 Tarifangestellten im Inland ein leistungsabhängiges Gehaltssystem ein. Die Bank nimmt damit eine Vorreiterrolle ein, nachdem bislang nur die Deutsche Bank  erste Ansätze umgesetzt hat, berichtet die "Financial Times Deutschland".

Der zweitgrößte deutsche Finanzkonzern erwartet von dem neuen Bezahlmodus vor allem Impulse, um den Vertrieb anzukurbeln. Das Vergütungssystem nutzt eine Öffnungsklausel im Tarifvertrag für das private Bankgewerbe. Künftig werden das 13. Monatsgehalt mit dem Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie weitere freiwillige Leistungen, die bislang ein 14. Gehalt ergaben, komplett in ein Bonussystem umgewandelt. Die Umstellung erfolgt schrittweise bis 2008.

Verdi reagiert zurückhaltend

Ausschlaggebend für die Bonuszahlung ist, ob die im Mitarbeitergespräch vereinbarten Ziele erreicht werden. Ein HVB-Sprecher sagte, die Bank habe jetzt bessere Leistungsanreize für den Vertrieb. Die HVB-Tarifangestellten waren im Unterschied zu erfolgsabhängigen Vertrieben bei Finanzdienstleistern oder Versicherungen bisher nicht direkt am Absatzerfolg beteiligt.

Die Gewerkschaft Verdi reagierte zurückhaltend. Die Erfahrungen mit ähnlichen Modellen seien eher negativ gewesen, hieß es. Die Belegschaften hätten sich häufig über falsche Beurteilungen beklagt.

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