McDonald's Mehr Gäste, weniger Umsatz

Die Fastfood-Kette McDonald's will mit neuen Produkten mehr Gäste in ihre Schnellrestaurants locken und den Deutschland-Umsatz nach einem leichten Rückgang 2003 in diesem Jahr wieder ankurbeln.

München - Die positive Umsatzentwicklung der vergangenen Monate solle fortgesetzt werden, sagte Deutschland-Chef Adriaan Hendrikx am Montag in München, ohne genaue Zahlen zu nennen. Wichtiger noch sei eine verbesserte Akzeptanz in der Bevölkerung. "Wir investieren in den Gästezuwachs."

Im vergangenen Jahr habe McDonald's in Deutschland einen leichten Umsatzrückgang von 2,28 Milliarden auf 2,27 Milliarden Euro verzeichnet. Durch Preissenkungen bei einigen Produkten und einen neuen Werbeauftritt sei die Zahl der Gäste von 715 Millionen auf 741 Millionen gesteigert worden. "2003 war für uns das Jahr der Herausforderungen", betonte Hendrikx.

50 neue Restaurants in 2004

Angesichts der Konjunkturflaute in Deutschland zeigte er sich mit der Umsatzentwicklung zufrieden. Der Umsatz pro Restaurant habe zwar stärker abgenommen als der Gesamtumsatz, doch müsse berücksichtigt werden, dass die Zahl der Restaurants durch Neueröffnungen von 1211 auf 1244 gesteigert worden sei. Im laufenden Jahr sollen 50 Restaurants dazukommen.

Der Diskussion um gesunde Ernährung will McDonald's mit mehr Salaten gerecht werden. Hendrikx bezeichnete dies als eine Ergänzung der Marke. Welcher Umsatzanteil in Zukunft auf Salate oder Fruchtjoghurt entfallen soll, wollte er jedoch nicht sagen. Derzeit sei der Big Mac nach wie vor das meistverkaufte Produkt.

Weltweit hatte McDonald's im vergangenen Jahr unter dem wieder angetretenen Chef Jim Cantalupo ein Umsatzplus von 11 Prozent auf 17,1 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Der Gewinn nach Steuern und Zinsen stieg um 65 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Die Gesellschaft hat weltweit rund 30.000 Restaurants. In Deutschland beschäftigte das Unternehmen 2003 im Jahresdurchschnitt rund 47.000 Menschen und hält nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 21 Prozent. Mehr als zwei Drittel der Restaurants werden von Franchise-Nehmern betrieben.