Österreich Aldi-Tochter führt EC-Kassen ein

Hofer, der österreichische Ableger von Aldi, führt die Zahlung mit EC-Karte ein - nachdem Erzfeind Lidl damit lange einen Vorsprung hatte. In Deutschland sei mit EC-Kassen aber "auf absehbare Zeit" nicht zu rechnen, kommentierte ein Aldi-Sprecher gegenüber manager-magazin.de.

Mülheim an der Ruhr - Österreich, Du hast es besser. Während an deutschen Aldi-Kassen noch immer ausschließlich Bargeld angenommen wird, können Kunden der österreichischen Tochter Hofer ihre neuen Multimedia-PCs demnächst per EC-Karte bezahlen.

Eine Regionalleiterin der Hofer KG bestätigte gegenüber manager-magzin.de: "In den Ballungsgebieten werden zurzeit die Terminals installiert, die Filialen in ländlichen Gebieten folgen in den kommenden Wochen."

In der "Lebensmittelzeitung" war über diesen Schritt berichtet worden. Demnach habe sich Hofer dem übergroßen "Druck der Kunden" gebeugt und biete auf Kosten der eigenen Gewinnspanne den bargeldlosen Zahlungsverkehr an. Vor allem die Angebote der Konkurrenz sind laut dem Bericht ausschlaggebend gewesen. Bei Hauptmitbewerber Lidl sind EC-Karten-Terminals Standard - auch in Deutschland.

Aldi dagegen plant hierzulande "auf absehbare Zeit" keine EC-Kassen, wie ein Sprecher des Unternehmens auf Anfrage von manager-magazin.de betonte. "Selbstverständlich" habe man an der Technik auch Interesse. Aldi will sich aber nicht die Preise mit den Gebühren verderben, die bei jedem elektronischen Zahlungsvorgang anfallen. Ein weiteres wichtiges Gegenargument sei der Zeitaufwand an der Kasse, so der Sprecher.

Tatsächlich sind Aldi-Kassiererinnen für ihre hohe Arbeitsgeschwindigkeit bekannt. Das sekundenlange Warten auf die elektronische Zahlungsabwicklung könnte da durchaus einen Unterschied machen. So werden deutsche Aldi-Kunden bis auf weiteres für ihren Medion-PC  sehr viel Bargeld mit sich herumtragen müssen.